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Bergwanderung auf den Monte Croce di Perle

Posted in Bergsport by koppdaniel on 26. August 2011

Bergwanderung auf den Monte Croce di Perle (1.031m, Alpi di Ledro) Das genüsslich auf der Veranda unseres Ferienbungalows eingenommene Frühstück ist kaum verdaut als wir schon zur nächsten Wanderung aufbrechen. Obwohl noch vormittags, hat die Sonne schon ganze Arbeit geleistet, es ist brütend heiß. Mit dem Wagen fahren wir von Vesta nach Vantone wo wir das Auto gegenüber des Campigplatzes auf einem Kiesparkplatz abstellen. Vorbildlich wie bei jedem Wanderstartpunkt zeigt eine Übersichtskarte des Gebietes Routen und Gipfelziele an. Gussmetallene Wegweiser zeigen in Richtung eines Trampelpfades der im Dickicht des Laubwald verschwindet.

Wir folgen dem Pfad 452, der nach wenigen Metern sehr steil durch einen mit großen Felsblöcken durchsetzten Hangwald nach oben weißt. Obwohl der Weg höchstens an T2 kratzt, kommen auch mal die Hände zum Einsatz und dank des nun anspringenden dürfte sich die Verdauung unseres Frühstücks nun wohl beschleunigen. Die drei Tassen Kaffee von heute Morgen sind ohnehin schon austranspiriert.

Nachdem die ersten Steilstufen überwunden sind flacht der Weg ein wenig aus, bleibt aber aufgrund der verstreuten Felsbrocken und des Laubwaldes wegen optisch interessant. Man fühlt sich fast ein wenig an deutsche Mittelgebirgswanderungen erinnert. Nicht nur aufgrund der Optik, nein auch einige Campingplatz-Feriengäste haben ihren Weg Richtung Berg gefunden. Was zum einen aufgrund der sichtlich nicht an Sport gewöhnten Körperumfänge und der etwas unpassend gewählten Bekleidung mitunter etwas grotesk anmutet und eher dem Anspruch eines Promenadenspaziergangs entspräche. Wir sind auf dieser Tour also zum ersten Mal nicht alleine, lassen das Stimmgewirr aber überholender Weise recht schnell hinter uns.

Im Verlauf schwingt der Pfad für kurze Zeit auf einen entzückenden Fahrweg ein, der angesichts der Tatsache das es sich um einen schönen grünen Hohlweg handelt eigentlich nicht weiter stört. Nach wenigen Minuten finden wir uns auf einem tief ausgewaschen Pfad wieder, der nun auch erste Blicke auf den Nordzipfel des Idrosees freigibt. Die steilen Grashänge dieser Passage erfordern an einigen Stellen zumindest ein wenig Körpergefühl, bei dem der linke Fuß weiß was der rechte tut. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind also auch auf dieser Wanderung gute Begleiter.

Einige Steilstufen später traversiert der Weg parallel zum Valle Tombe in sanften Auf und Ab durch grandios schönen Laubbergwald. Dieses insgesamt wenig anstrengende Teilstück, das obendrein überwiegend flach verläuft, kann relativ zügig durchquert werden. Es endet kurz vor einem auf 900m Höhe gelegen privaten Berghaus. Von dort zieht der Pfad dann wieder sehr steil über erdigen Untergrund nach oben.

Auf etwa 1.000m lichtet der dichte Bergwald langsam aus. Auch wenn die Tour bisher kaum Aussicht bot, befriedigte die verzauberte Waldstimmung alle Wandergelüste auf Landschaftserlebnisse. Nun aber wird der Blick frei auf die umliegenden Gipfel, die zumeist ebenfalls mit dichtem Laubwald bewachsen sind. Über einen nun steinigeren und interessanteren Geröllpfad folgen wir dem Bergrücken über ein Fels-Wald-Grasmischgelände auf den unscheinbaren 1.031m Hohen Gipfel mit dem klingenden Namen Monte Croce die Perle.

Nur wenige Berge dieser Region krönt ein Gipfelkreuz, unseren “Kleiner”  ziert hingegen ein großes Exemplar. Genauso groß ist das gebotene Panorama über den gesamten Idrosee über des 11km länge Richtung Norden. aufgrund der geringen absoluten Höhe lädt das Gipfelchen zum Verweilen ein. Eine angenehme Brise, flatternde Schmetterlinge und angenehme Temperaturen. Man kann’s gut aushalten hier oben. Was wir auch noch eine kleine Weile tun bevor der Abstieg über Aufstiegsweg erfolgt.

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