Berglauf aufs Hörnle (Ammergauer Alpen)
Berglauf aufs Hörnle (Ammergauer Alpen) Immerhin! Die südseitigen Hänge des bei Bad Kohlgrub gelegenen Hörnles, einem etwa 1550m hohen Voralpenberg, sind bereits aper. Diesen Berglauf gehe ich meist um diese Jahreszeit an, wo anderorts noch viel Schnee in den Anstiegen liegt und das Berglaufhobby verwehrt. Trotz der vergangenen Neuschneefälle war ein freier Anstieg bis zum Mittleren Hörnle möglich um anschließend auf gut eingetretenem Altschnee weiter zum Hinteren Hörnle zu gelangen. Offensichtlich hatten die warmen Tage den Boden bereits so weit erwärmt das es der Winter zunehmend schwer hat.
Ich starte am Weiler Kappel bei leichten Regenfall und arbeite mich zunächst über die steile Forststraße Richtung Hörnle empor. Das Teilstück Fahrweg ist relativ kurz und wird zugunsten eines Trails nach wenigen Minuten verlassen. Die nun folgenden Passagen über offenen Wiesenhänge sind zwar landschaftlich überaus reizvoll, doch zeigen sich aufgrund der ausgesprochenen Steilheit und des rutschigen und erdigen Pfads ziemlich fordernd. Es bewegt sich mit teilweise über 30% gerade noch so an der der Grenze des laufbaren und artet natülich in einer stilechten Schlammschlacht aus. Meine Schneeketten habe ich ja bereits im Tal übergezogen, die Tücken dieses Anstiegs kenn ich, bin ja schließlich kein Hörnle-Novize mehr. Meine bewährten Eisenkrallen verbeissen sich im braun-glitschigen Untergrund und sind eine willkommene Unterstützung. Ohne wäre es ein bescheuertes Hin- und Hergerutsche.
Nach einer Weile verschwindet mein Pfad in einem Waldstück um mich auf einen nicht minder steilen Fahrweg wieder auszuspucken. Zunehmend schlammig und beschwerlich schwingt der Weg bis zum Mittleren Hörnle bzw. seitlich dran vorbei. Regenniederschlag ist zwischenzeitlich in Schneefall übergegangen, doch es ist bei weiten nicht so kalt wie die Bilder den Anschein erwecken könnten. Sicherlich hat’s hier oben über 0°C. Nichtsdestotrotz ist die Landschaft ein wenig mit frischem Neuschee überzuckert. Besagter Fahrweg wird auf Höhe des Mittleren Hörnle wieder verlassen, hier sticht man in den Panoramaweg des Hörnlerückens welcher weiter zum Hinteren Hörnle verläuft. Es liegt noch Altschnee, welcher bemerkenswerterweise gut belaufbar ist. Alles viel besser als in den vergangenen Wochen.
Wenig später erreiche ich den verwaisten Gipfel des Hörnle. Trotz des unspektakulären Berges ist die Aussicht der vorgelagerten Position zum dank ein guter Aussichtsposten auf die Ammergauer Alpen, den Wetterstein und die Bayerischen Voralpen. Heute keine Spur davon. Ich stehe in der dichten Nebelsuppe der tiefen verhangenen Berge. Ein fast mystische Stimmung in absoluter Ruhe. Mir gefällt’s.
Rückweg = Anstieg

































Dieses weiße Zeug muss weg!
Warst du mit den neuen Dynafit unterwegs?
Selbstverständlich! Die Teile sind einfach genial. Ich liebe sie!
Ich kann auch keinen Schnee mehr sehen! Letztes Jahr hatten wir um dieses Zeit tolles Wetter…
Vor Ende Mai wird das wohl nix mit dem Frühling in den Alpen
Schnee…. Auch schön….. Wenn es jetzt Dezember oder Januar wäre…
Schon pervers, ja. Aber es wird schon weniger.
Gefällt mir die Stimmung auf den Fotos. Obwohl ich froh bin, dass sich hier in Berlin wirklich so langsam der Frühling sehen lässt, hätte ich nichts gegen einen Lauf hoch in den Schnee und wieder zurück. Ob ich allerdings die Anstiege geschafft hätte…?
Die Anstiege schafft man immer irgendwie
Die Fotos mit dem weißen Zeugs darauf sind echt erschreckend für Mitte April. Ich habe mir beim gestrigen Cuxhaven-Marathon doch glatt einen Sonnenbrand geholt, obwohl es nur 10 Grad waren. Die Küste halt
Ihr mit eurer mondänen Küste