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Wetterspiele am Pürschling

Posted in # Bergland [Laufen] by Daniel Kopp on 8. Juni 2012

 

Berglauf Pürschling Heute hatte ich Bock mich mal wieder den Steigungsprozenten des Pürschlings hinzugeben, außerdem motivierte mich das bescheuerte Regenwetter nicht gerade neue Bergläufe auszuprobieren. Der Anstieg zum August-Schuster-Haus ist mit durchschnittlich 16% (ab dem Mittelstück gleichbleibend 20%) schon recht deftig und ich war dort schon länger nicht mehr am Start, daher sollte ich also auf meine Kosten kommen. Aber schon auf der Autfahrt machte mir eine ausgesprochene Müdigkeit  und Trägheit zu schaffen, so dass ich mich nach der Autfahrt verholzt und gähnend aus dem Auto quälte.

Der Pürschlinglauf geht vom Parkplatz ohne große Umschweife direkt los. Und mit direkt meine ich direkt. Es wird gleich zu Anfang saftig steil. Irgendwie kam heute keine richtige Freude auf und auch meine Leichtigkeit  fehlte, was wohl dem immer noch schmerzenden Sprungelenk geschuldet ist. Ich denke das ziehts sich noch länger. Auch Atmung und Puls waren nicht ideal und die dampfige Schwüle wirkte nicht gerade erleichternd.

Nach dem steilen Karrenweg lief die Maschinerie langsam an. Es wurde besser. Noch besser wurde es, als ich unterhalb des Sonnenberggrates feststellte in ein Gewitter zu geraten. Blitzschlag und Donnergrollen trieben mich an. Mit einsetzendem Platzregen huschte ich in den Windfang des Pürschlinghauses um das Schauspiel eines Berggewitters aus sicherer Warte zu verfolgen. Ich plänkelte ein bisschen mit dem Wirt und den alten Herrschaften herum.

“Man hätte mich unten geblitzt – 23km/h zu schnell.”

“Ob ich das Weissbier nicht erwarten könne?”

“Nein ich musste nur dringend auf die Toilette.”

Nachdem sich die gröbsten Graupelschauer verzogen hatten trat ich den Rückweg an. Ich glaube der Starkregen in den ich da hinauslief war der heftigste den ich je verspüren durfte. Riesentropfen waren das. Interessanterweise riss der Himmel wenige Minuten später wieder auf und ließ die Sonne in den dampfenden Bergwald scheinen. Es ergaben sich hübsche Lichstimmungen und dampfende Wolkenspiele als Entschädigung.

Leider konnte ich meinen Plan den Teufelstättkopf, das Laubeneck und den Hennenkopf zu besteigen nicht verwirklichen. Zu gefährlich. Da meine Form heute eh nicht das Wahre war, kann ich es verwinden und die Aktion an einem Schönwettertag nachholen.

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3 Antworten

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  1. Steve said, on 8. Juni 2012 at 19:44

    Gewitter sind immer etwas besonderes. Zum Glück bin ich da immer irgendwie drumherum gekommen, aber aus einem sicheren Unterstand wäre es schon mal eine reizvolle Sache.

  2. Deichlaeufer said, on 8. Juni 2012 at 22:13

    16 % Steigung, ich werd porös. Da könnte ich nur noch wandern, nicht laufen. Es sieht schon wieder so nach Regenwald aus. Bist Du sicher, dass Du noch in Deiner Heimat läufst? Oder bist Du schon Gorillas begegnet? ;-)

  3. Daniel said, on 8. Juni 2012 at 22:44

    Die Jungs auf der Hütte sind scon sowas wie Gorillas


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