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Hügellauf durch den Naturpark Westliche Wälder (Anhauser Tal)

Posted in # Hügelland [Laufen] by Daniel Kopp on 7. August 2012

Hügellauf durch den Naturpark Westliche Wälder (Anhauser Tal) Die sanfte Abendschone scheint mir ins Gesicht. Heute sind die Bedingungen ideal, die Temperaturen liegen irgendwo m Idealbereich zwischen 20 bis 23°C. Ich fühle mich gut. Bin fit. Heute kann ich wieder was reissen. Nicht die sommerliche Lethargie die an heißen Tagen alles mit ihrer schwülen Dunstglocke der Träheit umhüllt. Heute atme ich ein und meine Lungelflügel füllen sich bis in die feinsten Kapillaren mit frischer Luft.

Für den etwas längeren lauf wählte ich das Anhauser Tal. Im Folgenden werde ich in wilder Zickzackmarnier vom Tal immer wieder auf die mehr oder weniger bewaldeten Anhöhen spurten und wieder ins Tal hinab.. Dabei umrunde ich den schönsten Teil des Anhauser Tals, der mit seinen zahlreichen kleineren und größeren Weihern so idyllisch wildromantisch anmutet. Startpunkt ist Burgwalden, eine winzige Ortschaft unweit Augsburgs, dass über eine Stichtstraße erreicht wird. Noch sitzt mit das Rauschen des Berufsverkehr förmlich in den Ohren, doch mit dem Öffnen der Autotüre auf dem Wanderparkplatz am Ende der Stichstraße beginnt eigentlich schon die Erholung.

Vorbei an der kleinen Kirche starte ich. Meine Strecke verläuft um möglichst viele Höhenmeter auszukosten in kuriosen Zacken. Viele Nebenwege auf denen es kaum zu Begegnungen mit anderen Menschen kommt. Der Körper arbeitet gut. Nur das Zirpen der Grillen und Surren der Heuschrecken, das Zwitschern der Waldvögel und der Rhythmus meiner Schritte auf dem kieseligen Untergrund sind zu vernehmen. Während des Laufes beobachte ich gerne die Veränderungen der Flora. Es hat sich einiges geändert. Ich kann mich noch erinnern wie ich mich nach dem langen Winter über das erste zaghafte Grün gefreut hatte. Endlich wieder kurze Hosen. Jetzt steht das Pfeifengras schon wieder mannshoch am Wegesrand. Sattes Grün wechselt in hochsommerliches Braun. Manchmal duftet es nach Kräuter.

Bei alledem kommt mir meine heutige Beobachtung in den Sinn. Also ich heute nach Feierabend München über die stark befahrene 4-spurige Dachauer Straßeverließ fielen mir einige Läufer auf, die direkt neben dem hektischen Berufsverkehr ihr sportliches Hobby auf dem Bürgersteig verrichteten. Wie laut und unentspannend muss ein Lauf dort nur sein? Warum nur tut man sich das an? Ist es mangelnde Kreativität bei der Streckenwahl, ist es Bequemlichkeit, lässt der Alltag keine Alternativen zu? München ist eine Stadt mit Potential: Die Isartrails, der Olympiapark, die Panzerwiese, der Fröttmaninger Berg,… Da fallen mit tausend Spots ein ohne sie jemals betreten zu haben.

 Mein heutiger Naturlauf durch den Naturpark Augsburg wirkt da wie ein krasses Kontrastprogramm. Kein Superlativ, nicht so aussichtsreich wie die Mittelgebirge oder Alpen aber meinerseits doch hoch geschätzt.

26km | 700Hm

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2 Antworten

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  1. Deichlaeufer said, on 7. August 2012 at 22:02

    Wenn ich nur an Ausfallstraßen laufen könnte, würde ich mir einen anderen Sport suchen. Dann könnte ich gleich im Studio auf dem Band laufen… Da haben wir es wirklich gut.

  2. ultraistgut said, on 8. August 2012 at 13:32

    Menschen wie du und ich, die am liebsten ihre Ruhe laufend in der Natur finden, ist es unverständlich, wie man im schlimmsten Berufsverkehr Seite an Seite mit den Autos unterwegs sein kann- Stress pur – und das auch noch bei dem schönsten Hobby der Welt – soll einer das verstehen – wir jedenfalls nicht !! ;)


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