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Lauferkrankungen: Piriformis-Syndrom

Posted in Gesundheit by Daniel Kopp on 2. April 2009

Der Birnenförmige Muskel, Musculus piriformis,  eigentlich völlig überflüssig, fehlend würden andere Muskeln seine Funktion vollständig übernehmen. Umso grausamer die Erkentniss das ausgerecht er so hinderlich aufmucken darf.  Neben Knie- und Schienbeinerkrankungen zählen Ischiasschmerzen zu den häufigsten Läuferklagen. Meist liegt dem Krankheitsverlauf mangelndes Streching und fehlende Rumpfkräftigung zugrunde.

Der Piriformis dient dem Bein, oder genauer gesagt dem Oberschenkel als Außenrotator. Er entspringt dem Oberschenkelkopf und setzt am sehnig am Kreuzbein an. Verkürzt oder verdickt sich der Muskel wird der benachbarte Ischiasnerv gegen die knöcherne Struktur des Beckens gedrückt, infolge dieser Kompression entstehen die typischen pseudoischialen Schmerzen die dehnen eines Bandscheibenvorfalls ganz ähnlich sein können.

In den wenigsten wird das PS durch den behandelnden Orthopäden diagnostiziert. Meist zielt die Behandlung recht oberflächlich auf klassische Ischialgien oder einen Bandscheibenvorfall ab.

Schmerzbild:

  • Schmerzen Lendenwirbelsäule
  • Schmerzen im Gesäß
  • Schmerzband entlang des Beines, gesamt oder sektional
  • Schmerzen beim Treppenauf- und Absteigen
  • Schmerzen beim Radfahren, Schwimmer und/oder Joggen
  • Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite
  • Ameisenlaufen und Kribbeln

Lähmungserscheinungen und Kontrollverlust treten normalerweise nicht auf.

Innere Muskulatur der Pelvis

Innere Muskulatur der Pelvis

Nervenwurzeln und Abgangsstränge des Ischiasnerven

Nervenwurzeln und Abgangsstränge des Ischiasnerven

Engstelle Piriformis und Ischias im Körper

Engstelle Piriformis und Ischias im Körper

Häufige lumbioischiale Schmerzen können auch von anatomischen Besonderheiten im Körper herrühren. Der Ischias passiert den Pirifomis nicht zwangsläufig wie aus Lehrbüchern bekannt. In einigen Fällen durchsticht er den Piriformismuskel mit einem oder sogar beiden Nervensträngen.

Normal

Normalform

V3

Abnormität

V2

Abnormität

V1

Abnormität

Wie man nun einfach Schlussfolgern kann wirkt sich in diesen Fällen ein verkürzter oder verdickter Piriformis besonders negativ aus.

Nicht nur der piriformis kommt als Ischias- und Beinreizer in Frage. Der kleine Gesäßmuskel, gluteus minimus, kann ebenfalls ein prolapsartiges Schmerzbild simulieren das dem der Nervenbahn s1/l5 entspricht.

Beide Muskeln werden mit den gängigen Gesäßdehnungen gestrecht, man schlägt mit dem Piriformisstrech also zwei fliegen mit einer Klappe.

Dehnungsübungen:

XXX

Sehr effektiv: Bein unter den Körper legen und in Richtung  gegenhüberliegender Schulter drehen, Körper über verlängertes Bein absenken, 60-120 Sek. halten

YYY

Weniger effektiv: Bein über Knie legen und nach hinten anziehen, 20-30 Sek. halten

AAA

Sehr effektiv: Bein diagonal zur gegenüberliegenden Schulter drücken, Unterschenkel als hebel zum Körper drehen, 20-30 Sek. halten

Achtung: Hebeldrehung wirkt auch aufs Knie! Also Vorsicht!

FFF

Effektiv: In der Hocke nah zum Köprer ziehen, ca. 20-30 Sek. halten

Weitere Behandlung:

  • Trainingsumfänge reduzieren od. Laufpause
  • Dehnungs- und Rücken/Rumpf-Kräftigungsprogramm in den Alltag einbauen
  • Entzündungshemmende Medikamente
  • Heisse Anwendungen (Dusche, Bad, Rotlicht, Wärmeflasche)
  • Piriformismassage (nicht einfach, der Muskel liegt unter dem M. Gluteus maximus und ist nicht ertastbar)
  • Krankengymnastik
  • Schwimmen

Alternativerkrankungen:

  • Bandscheibenvorfall
  • Bandscheibenvorwölbung
  • Spinale Enge
  • Morbus Bechterew
  • Zeckenbiss
  • Wirbelgleiten
  • Nervenentzündung
  • ISG-Blockade

Bis zum Abklingen der Symptome vergehen oft Monate, die Erkrankung kann sich auch über ein Jahr hinweg fortsetzen, oft treten die Schmerzen auch nach monatelanger Laufpause wieder auf. Sinnvoller erscheint daher ein konsequentes Dehnungs- und Kräftigungsprogramm in den Alltag einzubauen.

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76 Antworten

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  1. Matthias said, on 30. August 2009 at 13:23

    Super Artikel und klasse Anleitung! Hat bei mir zum Erfolg geführt, 1000 Dank!

  2. koppdaniel said, on 30. August 2009 at 14:44

    hi matthias,
    freut mich wenns dir geholfen hat. ich laboriere leider immer wieder mit dem ischias rum. wie es scheint bin ich durch längeres bergab/bergauflaufen besonders gefährdet.

    grüße, daniel

  3. Andreas said, on 2. September 2009 at 07:34

    2008 musste ich mein Training deshalb fast ein halbes Jahr stark reduzieren. Auch in 2009 öfters mal Probleme mit dem Ischias gehabt. Orthopäde sagt Bandscheibe. Nach dem durchlesen Deines Beitrags keimt in mir die Hoffnung, dass es bei mir ursächlich auch der Piriformis ist. Ich werde nun mal Deine Dehnübungen probieren.
    Schon mal danke für Deinen super Beitrag!

  4. koppdaniel said, on 2. September 2009 at 08:26

    Ich war im MRT um Bandscheibenschäden auszuschließen, allerdings hatte mein Orthopäde einen Prolaps schon im Vorfeld ausgeschlossen, doch ich wollte sichergehen und war psychisch sehr gereizt. Die Schmerzen waren teilweise so stark das sich kaum noch Treppensteigen konnte, auch das normale Gehen schmerzte, sogar das Sitzen.

    Die Übungen bringen definitiv Linderung, aber der Mist kehrt bei mir immer wieder zurück wenn ich das Training übertreibe. Wetterfühlig bin ich an der Stelle auch. Ich muss mich wohl daran gewöhnen.

    Was ebenfalls noch eine gute Übung ist, die man auch mal im Büro machen kann, funktioniert wie folgt:

    Auf einen Stuhl setzen (wenns zu peinlich im Büro ist tuts auch ein zugeklappter Toilettesitz). Bein der betroffenen Seite waagrecht über das andere Bein legen und nun den Oberkörper weit nach unten beugen und halten.

    Zieht ganz gut diese Gymnastik, vor allem Morgens nach dem Aufstehen.

    Grüße, Daniel

    • Anette said, on 20. Februar 2013 at 11:29

      Diese Übung hat mir auch mein Physiotherapeut gezeigt, da eine Seite bei mir sehr verkürzt ist.
      Aber Achtung! Vorbeugen nur mit ganz geradem Rücken und sehr stabilem Lendenbereich!
      In meinem Fall komme ich mit geradem Rücken praktisch kaum vor. Da dehnt schon alleine das
      Beinüberlegen und sich ganz aufzurichten. Achtet bitte darauf. Gruß, Anette

  5. Marie said, on 28. Oktober 2009 at 15:05

    Was mir bereits zwei Mal sehr gut (und langfristig) geholfen hat, ist Akupunktur. 10xSitzungen und die Schmerzen waren für über 2 Jahre komplett weg! Nun ist es leider wieder Zeit – gehe morgen zum Arzt:-(

  6. Daniel Kopp said, on 28. Oktober 2009 at 15:47

    Hallo Marie,

    Akkupunktur habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Wie ich aber schon öfter gelesen habe, soll es wirklich helfen. Vielleicht probier ich es tatsächlich aus, ich bin allerdings noch skeptisch.

    Aktuell sind die Schmerzen bei mir auch wieder da. Wenn es kälter wird oder schlechtes Wetter heranzieht verschlimmert sich die Problematik bei mir häufig.

    Grüße, Daniel

  7. Iris said, on 2. Dezember 2009 at 16:50

    Hallo,

    ich quäle mich auch seit über einem Jahr damit herum, idiotischerweise treten die Schmerzen bei mir hauptsächlich nachts auf d. h. ich wache wegen dieser Schmerzen ständig nachts auf. Tagsüber oder beim Sport (ich mache fast täglich Nordic walking und/oder Crosstrainer) habe ich weniger bis gar keine Probleme. Bei mir blockiert zudem immer wieder das ISG, da habe ich aber mittlerweile eine Übung drauf, das wieder “einzurenken”.
    Im Frühjahr habe ich eine Woche Cortisontherapie, zuerst als Injektion dann ein paar Tage oral, bekommen (schon zum zweiten Mal), das bringt mal kurzfristig etwas Besserung, wenn das betroffene Gebiet entzündet ist, hält aber nicht lange an. Akupunktur habe ich auch bekommen, aber außer, dass ich davon total müde wurde, hat es nichts gebracht.
    Von meinem Hausarzt habe ich die Übung, die hier im Forum als wenig effektiv angegeben wird empfohlen bekommen, aber ich habe auch den Eindruck, dass diese Übung nicht wirklich was bringt. Werde jetzt mal die anderen Übungen ausprobieren, die hier angegeben sind. Denn ich bin mir mittlerweile auch ziemlich sicher, dass wirklich nur ein gezieltes Dehnen etwas bringt.

    LG Iris

  8. Jule said, on 2. Dezember 2009 at 20:58

    Hallo,

    habe gar nicht gewusst, dass ies doch recht viele Menschen mit Piriformisproblemen gibt. Fühle mich jetzt grade nicht mehr so alleine mit dem Problem. Schalge mich seit ca 2 Jahren damit rum. Probiert habe ich erst Pysiotherapie mit dehnen dehnen dehnen. Hat nicht sehr viel gebracht. Erst eine koreanische Personaltrainerin aus dem Fitnessstudio hat mich auf Piriformis gebracht. Mit dieser Diagnose binich zum Arzt und der meinte dann..ahaa..na dann probieren wir mal Akupunktur. War erst prima, aber das Problem auch relativ schnell wieder da. Bin dann auf Osteopathie gestoßen. Das brachte die ersten Erfolge. Ich konnte wieder gleichmäßig laufen und das rechte Bein fühlte sich nicht mehr so “zu” an. Im Moment halte ich einfach mal die Füße still. Habe ich so mit meinem Personaltrainer besprochen. Wir trainieren ohne das Bein zu sehr zu belasten. Gehen immer nur bis kurz an die Schmerzgrenze. Mit der derzeitigen Ruhe wird es besser und ich kann auch wieder besser sitzen. Heute war ich auf einem Vortrag über die Liebscher&Bracht-Therapie. Ist ein neuer nicht zu verachtender Ansatz, der in eine ähnliche Richtung geht wie die der Osteopathin. Solltet ihr mal googeln. Könnte entscheident helfen. Ist aber nicht ganz billig und wird auch nicht von der Krankenkasse übernommen. Aber wer die Schnauze voll hat probiert es einfach aus.

    lg
    Jule

    • susanne appel said, on 29. November 2011 at 07:47

      Hallo , ich habe seit 5 Jahren mit dem Piriformissyndrom zu kämpfen und alles versucht. Jetzt habe ich zum zweiten Mal eine Botoxinjektion bekommen und erlebe zum ersten Mal echte Besserung. Kann ich nur empfehlen.

      Lg Susanne

  9. Daniel Kopp said, on 3. Dezember 2009 at 07:38

    Hallo,
    das Priformissyndrom scheint nicht selten zu sein. Dies ist der meisgeklickte Artikel meines Blogs und auch die häufigsten google-Suchanfragen des Blogs führen auf diese Seite. Interessant wäre zu wissen bei wem es sportbedingt oder anderweitig ausgebrochen ist.

    ps. meine Krankentherapeut und Osteopath konnte den Piriformis auch massieren, allerdings ist er selbst schwer zu finden. Man kann aber versuchen auf einem Tennisball oder alten Kochlöffel sitzend einen effektiven Massagepunkt zu treffen. Man sollte aber vorsichtig dabei aber sein.

    Immer gut: heiße Bäder, aber richtig heiß. So heiß das es eine Qual ist die Wanne zu steigen.

    Viele Grüße, Daniel

  10. Jule said, on 6. Dezember 2009 at 21:57

    Tja ob das bei mir sportbedingt war, vermute ich mal. Ich habe vor etlichen Zeiten also ca 4 Jahren mit einem Laufpartner ein Wettrennen veranstaltet, wo ich beweisen wollte, dass ich auf der Kurzstrecke schneller bin.( war ich auch :))…) Dummerweise bin ich ins Rennen gegangen ohne anständig warm zu sein…war erst knappe 1,5 km unterwegs als wir den ersten Sprint angezogen haben. Gegen Ende hats mir dann in den linken Oberschenkel gezogen..Zerrung …aber wir sind weitergelaufen und ich..Indianer kennt ja keinen Schmerz….hab noch 3 Sprints angezogen…dumm ich weiß..danach war auf der Zerrung ein Muskelfaserriss geworden…Habe zu lange mit der Behandlung gewartet und dann eeeewig..ca 1,5 Jahre an dem Mist gearbeitet….und plötzlich war es weg…kein Schmerz mehr..ich konnte laufen ohne Probleme…und 14 Tage später hatte ich es rechts…und das ist bis heute geblieben…alle Therapien nutzten nichts…Erst die Koreanerin sprach vom Piriformis…und meinte das wäre auch mein Problem links gewesen letztendlich….und das Problem hätte die Angewohnheit zu wandern…von links nach rechts und im Zweifel auch wieder zurück…ich habe auch dieses Wochenende die Füsse still gehalten..Sitzen geht immer besser auch wenn ich auf der Suche nach einem neuen Stuhl für meine Arbeit bin….Ich weiß nicht wie lange ich noch durchhalte…mein Bewegungs-und Laufdrang wird immer stärker…
    Mal sehen…viel Glück allen

    lgJule

  11. Hermann said, on 15. Dezember 2009 at 21:04

    hallo zusammen, ich bin euch sehr dankbar für eure beiträge!!!! seit einem jahr plage ich mich mit dem piriformis syndrom. auslöser war meiner ansicht ein überdehnen während einer yogaeinheit auf kaltem boden. eigentlich total banal. ich laufe ultramarathons ohne probleme und überdehne mir beim yoga den muskel. witzigerweise habe ich beim laufen absolut keine probleme. laufe 20-40 kilometer ohne schmerzen, kann aber danach nicht mehr sitzen. man hat mir den muskel schon mal versucht anzuspritzen, so neuraltherapeutisch, leider haben die den nerv erwischt, das ist die hölle. akupunktur werde ich versuchen. beim dehnen habe ich das gefühl, dass der nerv noch mehr gereitzt wird. ich werde euch weiter informieren und hoffe, dass einer von uns eine lösung entdeckt. lg hermann

  12. Anna said, on 21. Dezember 2009 at 20:19

    Hallo Iris,

    du hast geschrieben, dass du eine Übung gefunden hast, womit du das ISG wieder “einrenken” kannst. Mich würde interessieren, um was für eine Übung es sich handelt.
    Es wäre nett, wenn du sie einmal beschreiben könntest oder einen entsprechenden Link nennen würdest.

    Liebe Grüße, Anna

  13. Iris said, on 4. Januar 2010 at 22:01

    Hallo Anna,

    ich versuche mal, die Übung zu erklären, sie ist im Grunde ganz einfach, nur schwierig zu erklären:
    Du legst Dich in Seitenlage auf die Bettkante (direkt an die Kante), läßt dann das Bein, welches oben liegt, nach unten aus dem Bett Richtung Boden hängen (dadurch hast Du dann fast eine 135 Grad Lage) dann versuchst Du den Oberkörper mit dem oben liegenden Arm inkl. Schulter zurück zu ziehen, so als wolltest Du Dich mit dem Oberkörper zurück auf den Rücken drehen.
    Meistens knackst es dann im ISG und damit ist auch erstmal die Blockade (wenn es denn eine ist) gelöst. Wenn Du die Übung ein paar Mal gemacht hast, bekommst Du ganz schnell den Dreh raus, vorallem wenn Du die Erleichterung spürst, wenn es erst Mal richtig geknackst hat.
    Wenn nötig mache ich das mitunter sogar zwei bis dreimal am Tag und es knackst jedesmal, mitunter habe ich auch mal ein paar Tage lang Ruhe und die Blockaden sind weg.
    Ich war anfangs etwas skeptisch, weil ich Angst hatte, dass sich das ISG “ausleiert”, aber mein Orthopäde sagt, das wäre ok und die Übung würde nicht schaden.

    Liebe Grüße
    Iris

  14. Andrea said, on 8. Januar 2010 at 14:03

    Hallo,
    die Seite hier ist super. Ich glaube, das ist genau, was ich habe. Ich habe seit längerem am linken Bein außen vom Rollhügel beginnend Schmerzen, die bis zum Knie runterziehen. Parallel habe ich immer das Gefühl im LWS Bereich müsste es mal knacken.
    Ich würde jetzt mal diese Dehnübungen machen, empfiehlt ihr mir den Besuch eines Orthopäden? Oder soll ich mal gleich zum Ostep.??
    Liebe Grüße
    Andrea

  15. Alex said, on 14. Januar 2010 at 18:39

    Hallo,
    ich plage mich seit über einem Jahr mit Rückenschmerzen rum und ging bisher davon aus, mir bei einem Umzug einen Bandscheibenschaden geholt zu haben. Zusätzlich habe ich seit einem Krankenhausaufenthalt, wo mich auch Rückenschmerzen nach einiger Zeit plagten, eine Taubheit am Oberschenkel. Heute morgen bin ich zufällig über diese Piriformis Ding gestolpert und habe große Hoffnungen, dass ich das tatsächlich auch habe. Die Dehnübungen jedenfalls haben an der tauben Stelle zu bisher unbekannten, unangenehmen Gefühlen geführt, was mich glauben lässt, dass ich hier auf dem richtigen Weg sein könnte. Vielen Dank für den Tip.

    Gruß, Alex

  16. Jule said, on 17. Januar 2010 at 12:18

    Hallo,

    da ist man mal ein paar Tage nicht im Forum und wundert sich, was sich so alles tut. Nachdem ich mit meinem Pririformis durch div Therapien nichts erreicht habe, habe ich mich für “Füsse still halten” entschieden. Nach 8 braven Wochen stelle ich fest, ich kann wieder gehen ohne Humpeln oder das rechte Bein nachzuziehen und sitzen kann ich auch wieder prima. So also fange ich mit dem allgem Sport wieder langsam an. Mit meinem Trainer habe ich in der letzten Zeit so trainiert, dass ich das rechte Bein weggelassen habe oder eben da nicht komplett in die Dehnung gegangen bin. Crosstrainer geht auch ohne Probleme, Beachvolleyball habe ich ganz drangegben, da meine Osteopathin meinte, dass das keine gut Idee ist, dafür war ich letzte Woche mal wieder beim Yoga…Jaaaaa aaaalso, die Meinung, dass ich es überwunden hätte wurde mir ganz schnell genommen…der Muskel muckt sofort auf, sobald ich beim ( wer es kennt ) zweiten Krieger das Bein extrem dehne. Also Pustekuchen, das Problem bleibt…man kann sich nur vorsichtig drumherum arbeiten.
    Tja lieber Hermann, wenn Du noch laufen kannst ohne Probleme, aber am nächsten Tag nicht sitzen, dann hast Du den Piriformis total überreitz..da reichen aber auch schon 10km für. Je länger oder größer man den Schritt zieht, desto mehr geht es genau in den besagten Muskel.
    Und bei Andrea glaube ich noch nicht an Piriformis. hört sich eher nach einer typischen Läuferkrankheit an und einer Entzündung der linken Hüfte. Kann man mit Nichtstun entgegen gehen oder sich ein bis zwei Spritzen abholen, damit die Entzündung raus geht. Das kann durch Fehlbelastung dann auch ev in die LWS ziehen. Wenn Orthopäde dann such Dir einen, der selber Sport macht oder zumindest läuft. Die anderen haben für dieses Problem nicht grade das richtige Verständnis. Die sagen dann nämlich nur “bloß nicht mehr laufen”. habe ich hier selbst erlebt. Ich bin davon aus gegangen, dass Du auch nläufst.. :)
    Alex, such Dir mal einen guten Physiotherapeuthen, der auch Osteopathie macht. Eine gute Physio hat oft bessere Ideen als ein Arzt. Pririformis hat bei mir zuerst der Physiotherapeuth gesagt und dann eine koeranische Trainerin aus dem Studio bestätigt. Mein Sportarzt, der auch läuft, hat daraufhin dann gesagt “ach ja, gute Idee, schwer zu diagnostizieren, laß mal schaun, jaaa da hast Du recht…Piriformis..!”

    Gruss an alle
    Jule

  17. Alex said, on 22. Januar 2010 at 09:41

    Ich war heute beim Orthopäden und habe Piriformis diagnostiziert bekommen. Nun soll ich eine Triggerbehandlung machen, welche vom Arzt als “kleiner Presslufthammer” beschrieben wurde. Hat jemand damti Erfahrungen?

    Gruß, Alex

    • hermann said, on 23. Januar 2010 at 21:53

      hallo alex,
      ich bin nun seit dezember beim osteopathen in behandlung. nach einer wirklichen erstverschlimmerung, bei der ich kaum mehr laufen konnte (solche schmerzen hatte ich noch nie, ich konnte mich nachts nicht mal mehr drehen im bett) beginnt es sich extrem gut zu verbessern. eine zusätzliche bewegungs- und ganganalyse haben mir die die ineinanderer wirkenden defizite aufgezeigt. die behandlung gibt mir wirklich richtig hoffnung. ich konnte nicht mal mehr autofahren ohne schmerzen. neben den osteopathischen behandlungen kann ich durch bestimmte übungen meinen laufstil verändern. und das ist wirklich nötig, da durch die laufanalyse sehr gut zu sehen ist, wie durch eingeschränkte bewegungen die situation sich verändert. bei der laufanalyse wurde mein ganzer körper vermessen und anhand von ganzkörper-videoaufnahmen die beeinflussung der bewegung analysiert. ich halte dich hier in diesem blog auf dem laufenden und werde meine fortschritte und hoffentlich die wenigen rückschritte mitteilen. Danke auch an jule und die anderen, denn nur so kommt man weiter. beste grüße

      hermann

      • horst said, on 15. Juli 2010 at 21:55

        hallo hermann,

        ich habe seit etwa 6 wochen auch diese fürchterlichen beschwerden. nach dem ich mich wahrscheinlich bei renovierungs und gartenarbeiten, die ich eigentlich nicht gewohnt bin, übernommen habe, kamen diese schmerzen schleichend und traten am anfang unterschiedlich stark auf. daraufhin ging ich zu einem allgemeinarzt der auch chiropraktiker ist und mir vor 2 bzw. 4 jahren bereits geholfen hat als ich mich bei der obsternte verhoben hatte. nach ca 8 tagen waren damals die schmerzen weg. also bin ich auch diesmal wieder hingegangen. nach dem der erste einrenkversuch nicht angesprochen hatte, empfahl er mir ein MRT zu machen was ich auch getan habe. hier wurde festgestellt, das sich gegenüber einer CT aus dem jahre 1996 nicht sehr viel verändert habe und leichte vorwölbungen der bandscheibe nach wie vor vorhanden seien eine OP aber nicht angeraten sei. daraufhin wurde mir eine spritzenkur verschrieben, die jedoch keine linderung brachte. diesesmal sind die schmerzen auch anderer natur. am rücken hatte ich keine schmerzen, sondern es war beim laufen oder vom sitzen aufstehen ein schmerzhafter stich im linken oberschenkel. ausserdem strahlte ein stechender schmerz über die linke äussere wade bis zu einem kribbeln im linken vorderen fuß aus. da die spritzenkur nichts wirklich etwas gebracht hat habe ich einen chriopraktiker und gleichzeitig osteopathen aufgesucht. Nach der ersten behandlung hatte ich das gefühl das besserung eingetrete ist, und habe totz leichter bis nur noch mittleren beschwerden, rasen gemäht und möbel zusammengebaut. daraufhin wurden die schmerzen wieder stärker und ich habe meinen zweiten termin dort wahrgenommen. nach dieser behandlung geht es mir jetzt wie dir. am tage der behandlung waren nochmaliges einrenken und schmerzhafte dehnübungen sowie eine anschließende spritze angesagt. auch an diesem tag waren die schmerzen zu ertragen. aber am nächsten und den folgenden tagen haben die schmerzen erheblich zugenommen. beim drehen im bett werde ich durch die messerstichartigen schmerzen wach. morgens nach dem aufstehen kann ich nur noch gebückt einigermaßen schmerzfrei gehen. auch sitzen kann ich einigermaßen schmerzfrei. aber jedes aufstehen verursacht diese horrenden schmerzen. ich habe daraufhin den osteopathen angerufen. er sagte mir, dass er damit gerechnet habe und mir deshalb unmittelbar nach der behandlung die spritze verabreicht habe. ich solle noch ein paar tage abwarten und mich dann nochmals melden. vielleicht kannst du ja einmal schreiben wie lange es gedauert hat bis bei dir die besserung eingetreten ist und wie es dir mittlerweile geht. ich hoffe du bist schmerzfrei.

        vielen dank für eine antwort bereits im voraus.

        gruss horst

  18. Ralf said, on 10. Februar 2010 at 18:36

    Hallo zusammen,
    habe heute erstmals den Namen Piriformis-Syndrom von einer Akkupunkteurin gehört, die mich auch auf diese Seite hingewiesen hat.
    Spannend ist auch, was so alles auf youtube unter dem Begriff zu finden ist. Ich habe noch nicht alle Übungen ausprobiert, aber neben einigem Schrott gibt es dort auch sehr brauchbare Videos. Mein erster Eindruck: je länger der Clip, desto besser der Inhalt.
    Meine bisherigen highlights:
    http://www.youtube.com/watch?v=2qZ517Rw7ME
    http://www.youtube.com/watch?v=DuxclPpwTLQ (ist letztlich ein Werbvideo, es wird aber gut erklärt)
    http://www.youtube.com/watch?v=WZKNeUfYYK8 (Yoga-Übung)
    Viel Erlolg beim stöbern und ausprobieren.
    Besten Gruß
    Ralf

  19. Stefan said, on 23. Februar 2010 at 18:57

    Hallo,
    ich habe seit einem halben Jahr sehr starke Rueckenschmerzen, Das MRT-Bild, obschon der Ruecken sieht nicht perfekt aus, rechtfertigt es nicht (kein sehr ausgepraegter Bandscheibenvorfall).
    seit ca 2 monaten fingen schmerzen auszustrahlen in das linke Gesaess und Bein, vorzugsweise morgens beim aufstehen. Dann fing ich an taeglich 1 Stunde Nordicwalking.Im laufe des Trainings verschwanden die Schmerzen, kamen aber 30 Minuten nach dem Training wieder zurueck.
    Dann eines morgens war min likes Gesaess VOELLIG schmerzfrei,dafuer die gleichen Schmerzen im rechten Gesaess.
    So ging das eine Woche, waehren ich mein taegliches nordicwalking Training absolvierte.Ich habe gespuert, dass die Schmerzen immer stearker werden. Der Hoehepunkt war dann lezten Samstag,waehrend meiner Hochzeit, vor der Standesbeamtin,wo ich nichtmal hinsetzen konnte. Ich hatte solche Schmerzen noch nie gehabt, wie dann beim rausgehen im Geseass bereich,unterer Ruecken und Bein. Heute habe ich zum ersten mal vondem Piriformis syndromerfahren und ich vermute dass bei mir auch das das Problem ist, nur bei mir geht es wahrscheinlich um eine Muskelblutung, schaetze ich, wegen der einseitigen beanspruchung durch lauftraeinig, ausserdem nehme ich gerinnungshemmeer (Marcumer) wegen einer kuenstlichen Herzklappe. Jezt huete ich seit drei Tagen das Bettund es geht mir besser.

  20. Sabine said, on 24. Februar 2010 at 08:44

    Hallo – ich bin bis Weihnachten 3 x die Woche ca. 10 km gelaufen. Hatte aber seit längerem schon nach dem Laufen in der Beckengegend Schmerzen. Insbesondere wenn ich vor dem PC oder TV gesessen haben, aufgestanden bin – oh je ein Riss und Schmerz war da. An Silvester hatte ich solche Schmerzen, ich wusste nicht ist es der Rücken der Unterleib, es war nicht zu diagnostizieren. Kein Arzt da – ins Krankenhaus wollt ich net. Hab ich mir mit Kirschkernkissen geholfen, war mir gut getan hat. Im neuen Jahr hab ich mir einen Termin beim Orthopäden geholt. Der hat mich auf die Liege gelegt 1x rechtes Bein über linkes und umgekehrt. Einmal hat es im LWS geknackt und er meinte das war sicher eine Blockade die ausgestrahlt hat. Dann hat er mir eine Laufbandananlyse empfohlen ( musste ich 60 Euro investieren) die von einem orthopädieladen in der Praxis des Arztes durchgeführt wurde. Da gab es ein Bild das mich beim laufen leicht geknickt nach links zeigt. Arzt hatte somit seine diagnose – rechts Bein verkürzt, Beckenschiefstand und ab – Einlagen aufgeschrieben mit 1 cm Erhöhung rechts. Das wars und ich soll Bauch beine Po trainieren. Ich muss sagen ich bin gefrustet und frag mich warum ich beim Arzt war. Ich gehe 2x die Woche in die Gymnastik, habe das meiner Trainerin erzählt und die hat mir dringend von den Einlagen abgeraten und meinte damit richtet sich meine Wirbelsäule nicht aus und auf Dauer macht das alles nur schlimmer. Tja und ich hab jetzt mal etwas nachgelesen und ich denke auch das ich mit dem Piriformis probleme habe und nicht der Beckenschiefstand das problem ist. Wenn ich länger Auto fahre, dann sticht es imir ab und zu in der rechten Arschbacke , oh mann …. Hat jemand ähnliche Erlebniss oder einen Tip für mich was ich tun kann? Auf alle Fälle laufe ich im Moment überhaupt nicht mehr , weil ich echt Panik habe das es noch schlimmer wird. Aber zum Arzt geh und sagen das hab ich glaub ich. Die Erfahrung habe ich mal vor Jahren gemaacht und da bekam ich zur Antwort- sind Sie der Arzt oder ich :-)

    LG Sabine

  21. Lydia said, on 27. Februar 2010 at 13:03

    Hallo!

    Ich habe seit ca 2. Jahren Schmerzen in der rechten Gesäßhälfte. Es fühlt sich an, als würde ich auf einem kleinen Ball oder Knubbel sitzen, der auf den Nerv drückt. Da ich auch ständig Blockierungen in der Wirbelsäule habe, dachte ich, die Schmerzen kämen daher. Außerdem habe ich noch eine Überpronation.
    Als ich das erste Mal vom Piriformis Syndrom gehört habe, fragte ich meine Orthopädin, ob es das bei mir sein könnte. Sie verneinte. Jetzt habe ich eine Kur hinter mir. Das Einzige, was wirklich geholfen hatte, war eine Massage der betroffenen Gesäßhälfte.
    Vom Piriformis Syndrom war aber auch hier nie die Rede.
    Die Dehnungsübungen für den Piriformis tun bei mir ziemlich weh.
    Da nichts geholfen hat außer der Massage glaube ich, es ist DOCH der Piriformis!
    Kennt ihr das Gefühl vom sitzen auf einem Knubbel auch? Gibt es Triggerpunkte oder etwas ähnliches, wodurch sich das Syndrom feststellen lässt?
    LG Lydia

  22. Jule said, on 2. März 2010 at 20:54

    Hallo alle zusammen,
    bin mal wieder im Forum….aaaalso allen neuen ersteinmal “Hallo..willkommen im Club”.An Stefan, Sabine und Lydia. Ich habe echt schon viel ausprobiert. Das mit dem Ausdehnen hat bedingt geholfen, Akkupunktur hatte ich auch. Damit waren die Schmerzen erstmal wech. Kommen aber beim Laufen immer wieder. Wirklich geholfen hat mit erstmal Füsse stillhalten und die Osteopathin. Die hat dann gesagt, dass Beckenschiefstand fast jeder Mensch hat und jeder hat auch ein Bein kürzer bzw länger….ist total normal. Ich weiß echt nicht wie Orthopäden auf so eine glorreiche Idee wie Einlagen kommen. Voll Idiotisch…aaaber Osteopathen sind da echt fit. Die gehen eben in eine andere Richtung. Einen Beckenschiefstand haben sie mit ein zwei Sitzungen behoben und sind auch in der Lage die Priformisschmerzen zu nehmen. Nicht auf Dauer aaaaber wenn man sich einmal im Monat eine Sitzung leistet für ca 40 euro kann man damit leben. Mein “nicht-mehr-sitzen-können” hat sie auch in einer halben Stunde erledigt. Also probiert es aus. Zumindest sind die Schmerzen dann weg. Wer läuft muss sich eben überlegen wie weit das wichtig und machbar ist. Bei jedem Lauf bläht sich der Muskel auf und reibt am Ischiasnerv. Das wird sich nicht mehr ändern lassen. Ich kann Osteopathie nur wärmstens empfehlen. Da kann man dann auch absprechen, wie man weiter macht mit dem Sport. Schnellkraft Sportarten wie Beachvolleyball habe ich leider drangeben müssen. Man kann damit leben :))

    lg
    Jule

  23. Zora said, on 7. März 2010 at 13:55

    Hallo zusammen,

    seit dem Silvesterlauf gehöre auch ich zu den Ischiasschmerzgeplagten. Heute bin ich über diesen Bericht gestolpert, und denke, dass es sich auch in meinem Fall um ein Piriformissyndrom handeln könnte.
    Ich bin 33 Jahre alt und laufe schon seit10 Jahren mehr oder weniger regelmässig; eine Zeitlang bin ich ein paar Wettkämpfe (10 km, zweimal einen HM, der letzte aim april 2008) mitgelaufen, dann wieder eher unregelmäßig, bzw. langsameres Joggen um fit zu bleiben. Seit letztem Herbst bin ich wieder etwas mehr eingestiegen,und auch mal ein paar schnellere Einheiten gelaufen. Bis zum Silvesterlauf, bei dem ich trotz Schnee und Glätte ziemlich Gas gegeben habe…. Hinterher ging erstmal zwei Wochen lang nichts mehr, weil ich starke Schmerzen und Verspannungen im unteren Rücken hatte. Diese habe ich mit Ruhe, Wärme und Geduld schnell in den Griff bekommen; geblieben sind aber die Ischiasbeschwerden… ein Laufkollege hat mir einen Chiropraktiker empfohlen. Dieser hat eine ISG-Blockade und damit verbundenen Beckenschiefstand diagnostiziert, und mich wieder eingerenkt. Nach dem die Schmerzen nicht merklich besser wurden, bin ich nochmal hin. Ergebnis: Becken wieder schief, und ich habe Physiotherapie verschrieben bekommen. Meine Therapeutin meint, dass das ISG nicht die Hauptursache sei, sondern eher verkürzte und verhärtete Muskeln. ich habe jetzt zwei von sechs Terminen hinter mir, sie hat mir erstmal eine Dehnübung gezeigt (die von daniel oben schon beschrieben wurde)…
    Vor einer Woche habe ich mal versucht zu laufen, das ging allerdings garnicht, weil ich bei jedem Schritt schmerzen habe und dadurch total unlocker laufe… Heute war ich mal walken, das ging ganz gut…
    Die oben beschriebenen Dehnübungen werde ich jetzt auch mal ausprobieren; ich hoffe sehr, damit die Probleme bald in den Griff zu bekommen, denn so langsam bekomme ich auch “Lauf-entzug”….

    LG
    Zora

    • Daniel Kopp said, on 2. Mai 2010 at 11:04

      Einrenkungen des ISG werden auch bei mir immer wieder vorgenommen. Sicher hat das seinen Nutzen, es knackt effektvoll und alles macht den Eindruck einer soliden Behandlung nach der alles wieder gut ist. Doch das war bei mir bisher nie der Fall, eher im Gegenteil. Der Ischias murrte nach dem Einrenken mehr als zuvor.

  24. Jasmin said, on 12. März 2010 at 17:01

    Hallo,
    Am 6 November wurde bei mir ein IDET L5/S1 gemacht.Habe eine Woche später eine Erkältung bekommen und Husten und Niesen schmerzte sehr im Linken Gesäss,hinteren Oberschenkel, Wade,kann nicht sitzen höllische Schmerzen,muss jetzt 1 Monat Entzündungshemmer nehmen und wenn das nicht hilft dann Kortisoninfusionen und wenn dies nichts nützt dann OP um den Nerf frei zu legen.Liegen auf der kinken Seite geht gar nicht.Schlafe keine Nacht.Auto fahren eine Qual.IG schmerzhaft.Kann kaum an meinen Fuss rankommen zum Strümpfe oder Schuhe anziehen.

    • Johannes said, on 20. August 2010 at 08:46

      Hallo Jasmin,

      hast du mit dem Arzt über die Möglichkeit einer OP gesprochen? Hat er die ggf. eine Empfehlung gegegeben, wer so etwas macht?

    • Andrea said, on 14. September 2012 at 10:54

      Hallo Jasmin, habe gerade deinen Beitrag gelesen. Wie ist es denn bei dir nun weiter verlaufen?? Konntest du ohne OP eine Besserung erreichen?

  25. Stephan said, on 24. April 2010 at 23:44

    Hallo,
    ich habe seit Anfang des Jahres immer wieder Beschwerden am hinteren rechten Oberschenkel.Besonders bei erhöhter Belastung,Wettkämpfe,treten die Beschwerden relativ rasch auf.Heute erst musste ich einen 10 km Wettkampflauf nach 3 km abbrechen,ein ziehen vom Gesäß bis zur Kniekehle.Nach 1 bis 2 Tagen sind die Beschwerden meist wieder abgeklungen,und ich kann wieder lockere Läufe machen.Dehnen und Muskeltraining habe ich eigentlich immer gemacht.Kann ich davon ausgehen das sich bei mir auch ein Piriformissyndrom entwickelt hat? Wettkämpfe lasse ich vorerst,lockere Läufe so wie es geht.Bin in Kassel zum Halbmarathon gemeldet,16.Mai,würde ich schon gern Laufen,aber wohl eher piano!Ich werde auf jeden Fall anfangen,gezielt den Piriformis zu dehnen.

    • Daniel Kopp said, on 2. Mai 2010 at 11:02

      Die Problematik ist das man ohne bildgebende Verfahren aufgrund der Symptomatik wohl nie sicher auf das Piriformissyndrom schließen kann. Es gibt noch einer Reihe weiteter Muskeln die in der Lage sind den Ischiasnerven einzuengen.

      Leider überweisen nur die wenigsten Ärzte zu einer MRT-Untersuchung und doktoren lieber mit Krankengymnastik usw. rum, was meist auch hilft.

      Meiner Erfahrung nach entwickelt sich die Erscheinung schleichend und hält sich recht hartnäckig. Ich habe nur in der Akutphase pausiert und anschließend mit Dehnungsübungen gearbeitet. Leider meldet sich der Ischias auch heute noch mit Schmerzen zurück wenn ich es mal wieder übertrieben habe. Evtl. liegen dem auch genetische Vorraussetzungen zugrunde?

      Aber Du wirst sehen, die Dehnungen fruchten nach ein paar Monaten.

      LG
      Daniel

  26. horst said, on 15. Juli 2010 at 21:59

    ich habe seit etwa 6 wochen auch diese fürchterlichen beschwerden. nach dem ich mich wahrscheinlich bei renovierungs und gartenarbeiten, die ich eigentlich nicht gewohnt bin, übernommen habe, kamen diese schmerzen schleichend und traten am anfang unterschiedlich stark auf. daraufhin ging ich zu einem allgemeinarzt der auch chiropraktiker ist und mir vor 2 bzw. 4 jahren bereits geholfen hat als ich mich bei der obsternte verhoben hatte. nach ca 8 tagen waren damals die schmerzen weg. also bin ich auch diesmal wieder hingegangen. nach dem der erste einrenkversuch nicht angesprochen hatte, empfahl er mir ein MRT zu machen was ich auch getan habe. hier wurde festgestellt, das sich gegenüber einer CT aus dem jahre 1996 nicht sehr viel verändert habe und leichte vorwölbungen der bandscheibe nach wie vor vorhanden seien eine OP aber nicht angeraten sei. daraufhin wurde mir eine spritzenkur verschrieben, die jedoch keine linderung brachte. diesesmal sind die schmerzen auch anderer natur. am rücken hatte ich keine schmerzen, sondern es war beim laufen oder vom sitzen aufstehen ein schmerzhafter stich im linken oberschenkel. ausserdem strahlte ein stechender schmerz über die linke äussere wade bis zu einem kribbeln im linken vorderen fuß aus. da die spritzenkur nichts wirklich etwas gebracht hat habe ich einen chriopraktiker und gleichzeitig osteopathen aufgesucht. Nach der ersten behandlung hatte ich das gefühl das besserung eingetrete ist, und habe totz leichter bis nur noch mittleren beschwerden, rasen gemäht und möbel zusammengebaut. daraufhin wurden die schmerzen wieder stärker und ich habe meinen zweiten termin dort wahrgenommen. nach dieser behandlung geht es mir jetzt wie dir. am tage der behandlung waren nochmaliges einrenken und schmerzhafte dehnübungen sowie eine anschließende spritze angesagt. auch an diesem tag waren die schmerzen zu ertragen. aber am nächsten und den folgenden tagen haben die schmerzen erheblich zugenommen. beim drehen im bett werde ich durch die messerstichartigen schmerzen wach. morgens nach dem aufstehen kann ich nur noch gebückt einigermaßen schmerzfrei gehen. auch sitzen kann ich einigermaßen schmerzfrei. aber jedes aufstehen verursacht diese horrenden schmerzen. ich habe daraufhin den osteopathen angerufen. er sagte mir, dass er damit gerechnet habe und mir deshalb unmittelbar nach der behandlung die spritze verabreicht habe. ich solle noch ein paar tage abwarten und mich dann nochmals melden. vielleicht kannst du ja einmal schreiben wie lange es gedauert hat bis bei dir die besserung eingetreten ist und wie es dir mittlerweile geht. ich hoffe du bist schmerzfrei.

    vielen dank für eine antwort bereits im voraus.

    gruss horst

    • Daniel Kopp said, on 16. Juli 2010 at 08:42

      das ist echt bitter. soweit ich weiß sind krankengymnastische anwendungen, rumpf- und rückentraining sowie bewegung das mittel der wahl im falle einer vorwölbung. aber schon klar, es sind immer die gleichen dämlichen tipps die du vermutlich schon tausendmal genannt bekommen hast.
      ich denke bei konsequenter anwendung bringen sie nach einigen monaten linderung. ich z.b. betreibe gymnastik über jahre hinweg wegen der ischiasprobleme. leider vernachlässige ich aber meine rumpfmuskulatur.
      da ich mich ja schon ein bisschen in das thema eingelesen habe ist mir bekannt, dass bei vorwölbungen von op’s generell ab gesehen wird. selbst für bandscheibenvorfälle sind sie nur in speziellen fällen angeraten, etwa dann wenn nervenschäden zu befürchten sind.
      gegen deine probleme sind die sportlich funktionall hervorgerufenen ischiasprobleme natürlich lächerlich, denn diese verschwinden in aller regelk nach einer sportlichen pause wieder.

  27. nordic said, on 4. August 2010 at 19:36

    Hallo

    ich habe auch die gleichen Symptome wie hier beschrieben und laufe seit nun fast 12 Monaten von Arzt zu Arzt.

    Mein Hauptschmerz liegt im unteren Rücken , ziehend im rechten Gesäß und ganz leichter schmerz auf der rückseite des Oberschenkels.

    Bei Belastung z.b Erlebnisbad verstärkt sich der Schmerz danach am Folgetag und auf der rechten Seite vorne am Becken/Hüftansatz schmerzt es auch ordentlich.

    Hinter mir habe ich mehrmaliges De-Blockieren durch Ordop.
    20x Krankengymnastic
    1 MRT = unauffällig, Bandscheiben Okay

    Die Krankengymnastik hat das eher noch verstärk die Schmerzen bei Dehnübungen.
    Wiederum war das Drücken der Triggerpunkte in der KG eher angenehm.

    Für mich echter Wahnsinn, das man seit Monaten mit diesen Schmerzen läuft und keiner kann wirklich helfen. Jetzt nehm ich wenns echt übel wird 3×400 Ibu Schmerztabletten, jeder weiterer Gang zum Arzt sehe ich als Sinnlos an.

    Könnt ihr den Schmerz auch “rauskitzeln”?
    Also bei mir ist es wenn ich sitze oder auf dem Rücken liege und kreisende innerliche Bewegung mache (so ne Art Hulla Hopp bewegung) dann spüre ich den Schmerz tief im unteren Rücken und Gesäß. Habt Ihr das auch ?

    Durch das Einrenken sind die “heftigen Schmerzen” aber weg,
    ich konnte teilweise keine Treppen mehr steigen weil danach der Schmerz so stark war,
    oder nach längerem Stehen wenn ich losgehe dann zog es richtig heftig im Gesäß beim Auftreten mit dem rechten Bein. Wie so eine Art “Pumpe” unter der Sohle , immer beim Auftreten pumpt es im Gesäß.

    Wie lange hat man denn davon gut? Muss doch mal weg gehen, es heißt doch immer die Zeit heilt alle Wunden…..
    Danke für Antworten

    • Svenski74 said, on 28. Februar 2011 at 15:08

      Hallo Nordic,

      das kann ich nur bestätigen, dieses Pumpen in der Pobacke, intensivieren der Schmerzen durch innere kleine Bewegungen usw. Ich renne seit 10 Jahren von Orthopäde zu Orthopäde, bisher ohne erfolg. Wobei man zuerst die Bandscheibe dafür verantwortlich machte und zuletzt eine Facettengelenksarthrose dieagnostizierte. Habe mir im Grönemeyer Institut Die Nerven der Facettengelenke mit einer Hitzesonde unterm MRT veröden lassen. Allerdings alles ohne Erfolg. Nun habe ich am 08.03.11 mein Abschlussgespräch im Grönemeyer Institut und bin mal gespannt was dabei herum kommt. Eine Ganganalyse und professionelle Einlagen habe ich mir auch anfertigen lassen auf anraten für 400 Euro. Ebenfalls ohne Erfolg.

      Nach intensiver Internetrecherche der vorhandenen Symptome bei mir, kam ich ebenfalls auf die Idee, das es ein Piriformis Syndrom sein könnte.

      Mal sehen, was auch mein Physiotherapeut dazu sagt.

      Gruss an alle, Svenski74

  28. katharina said, on 4. Oktober 2010 at 21:24

    habe heute das erste Mal von diesem Piriformis Syndrom gehört. Ich schlage mich seit gut einem Jahr damit herum, weil ich für einen Halbmarathon trainierte. Hab den im letzten Herbst dann auch mit Müh und Not durchgestanden, gleich danach fühlte ich mich nicht mal so schlecht, aber die Wochen darauf waren dann eine echte Qual. Vor allem das Sitzen beim Autofahren ertrug ich kaum, da gab es wie Elektrostösse, welche mir über das Gesäss und den hinteren Oberschenkel runterzogen.
    Mit Übungen für Rumpf und Dehnübungen und langsamem Aufbau des Joggings (Methode Cantienica) konnte ich letztlich wieder Laufen, fast ohne Schmerzen.
    Nun, da der Lauf kurz bevorsteht und die Läufe länger werden (2 Stunden) – holen mich die Schmerzen wieder ein und ich zögere, an diesem Lauf teilzunehmen. Zögere, weil ich so viel investiert hat und es mir zeitweise auch echt Freude gemacht hat.
    Ist es wohl besser, jetzt abzusagen?
    Solche Schmerzen wie letztes Jahr brauche ich ja wirklich nicht.
    Ein Laufschuhverkäufer hat mir geraten, mal eine Laufanalyse zu machen und mir dann Einlagen machen zu lassen – mein Gefühl und Cantienica Empfehlungen (da gibt es auch ein Lehrbuch über das Laufen) raten mir von Einlagen ab.
    Hat jemand gute Erfahrungen mit Einlagen gemacht?
    Danke für Antworten – und es beruhigt mich, von ähnlich Betroffenen zu hören.

    Katharina

  29. Johannes said, on 6. Oktober 2010 at 14:41

    Hallo,

    hat schon mal jemand eine Behandlung mit Botox gemacht, ggf. wo und mit welchem Erfolg?

    johannes

  30. barbara said, on 14. November 2010 at 17:48

    Hallo,

    also, ich bin froh, dass diese Beschwerden einen “offiziellen” Namen haben:
    allerdings hat mein Orthopäde gleich in diese Richtung erkannt (er nannte es aber “Muskelansatzreizung/Muskelentzündung” der tieferliegenden Hüftmuskeln.
    Beim ersten Arrztbesuch bekam ich verdünntes Kortison als Spritze, nach einer Ultraschall untersuchung. Dann zwei Tage Ruhe, und dann ging es um so heftiger mit der ganzen Schmerzpalette weiter. Der Orthopäde empfahl mir bei meinem nächsten verzweifelten Besuch sehr kurz angebunden Akupunktur (mit”Lasertherapie”). Das war dann eine kostspieliege aus eigener Tasche zu bezahlende Angelegenheit.
    Wobei – die Akupunktur in die Triggerpunkte (vermute ich) hat richtig gut geholfen. Nach acht Behandlungen über 2,5 Wochen verteilt war es fast überstanden. Danach habe ich Urlaub in den Bergen mit diversen Wanderungen problemlos gemacht und am Ende des Urlaubes waren die sonst noch gelegentlich auftretenden Schmerzen praktisch ganz weg.
    Jetzt nach etwa drei Monaten geht es leider wieder los, diesmal will ich mich aber nicht mehr vom Orthopäden abbügeln lassen, sondern es bei meiner Hausärztin versuchen, dass ich mal eine geeignete Physio bekomme, die mir vor allem mal diverse Dehnübungen und Rückenschule zeigt!

    Barbara

  31. Gregor said, on 14. November 2010 at 17:59

    Hallo Daniel, habe seit nunmehr drei Jahren Beschwerden: Läufer, 63 kg, 45 Jahre, ca. 90 km/Woche, leistungsorientiert. Nachts schmerzt das Liegen auf der rechten Gesäßhälfte, morgens nach dem Aufstehen Druckschmerz im rechten Gesäß, beim Gehen oft Schmerz und schwammiges Gefühl rechts bis in den rechten Fuß ziehend. Beim Laufen tritt der Schmerz nach ca. 15 min auf – starker Schmerz im rechten Gesäß, Parästhesien im rechten Fuß. Anhalten und Dehnen bringt dann meist temporär Entlastung. Nach einer Stunde Laufen können die Beschwerden komplett verschwinden. Habe schon sehr viel probiert: Rückengymnastik (mein Rücken ist auch nicht so ganz problemfrei), Liebscher-Bracht, Osteopathie, Homöopathie, Single Shot PDA im Rückenbereich, MRT im Gesäß unauffällig – bis jemand eine Piriformisverkürzung diagnostizierte. Mache nun seit 6 – 8 Wochen auch einige der Übungen von oben und die “Hundübung” (20 in tgl). Was kann ich sonst noch tun? Erschwerend kommt bei mir hinzu, daß ich links eine hallux rigidus-OP (Osteotomie – hätte ich besser sein lassen sollen!) hatte, die mir immer noch kein problemfreies Abrollen über den linken Fuß ermöglicht. Wie lange wird es voraussichtlich dauern, bis ich Erfolge sehe?

  32. FT said, on 26. April 2011 at 11:35

    Hat wunderbar geholfen. Mit Unterstützung Physio und diese Dehnungsübungen. Bin Fussballer und mein Schussbein, da ging nix mehr, war am Ende. Jetzt bin ich fast Schmerzfrei und Torschußtraining geht auch wieder. Durch meinen Job sitze ich sehr viel. Und immer auf den Muskelansätzen. Habe das Kissen für das Training der Achillissehne gleich als Sitzkissen umfunktioniert. Linderung tritt sofort ein. Und Rumpfbeugen mit Stellung halten und 2-3 Wiederholungen. Das allerdings täglich und immer wie ich dazu Zeit hatte, Rumpfbeugen und weitere Dehnungsübungen für die Beine. Aber ganz vorne steht: Bein unter den Körper legen und in Richtung gegenhüberliegender Schulter drehen, Körper über verlängertes Bein absenken, 60-120 Sek. halten! Danke :)

  33. Nina said, on 28. Mai 2011 at 23:03

    Hallo zusammen,
    habe heute durch Zufall diese Seite entdeckt, da ich seit mehr als 5 Jahren unter unerklärbaren Gesäßschmerzen meist nach langem Sitzen und trotz Dehnübungen – waren wohl die falschen – im letzten Winter eine Zyste an dem ISG per Ultraschall nachgewiesen – entwickelt hatte. Die Zyste ist verschwunden, die Schmerzen nicht und ich kann mir nun endlich, so hoffe ich, meine Schmerzen wegdehnen. Vielen Dank für die Ursachenforschung!
    Ich werde meine Ärztin, die auch Sportmedizinerin ist und begeisterte Läuferin, darauf ansprechen. Die bisherigen Physios das ISG betreffend, hatten ja schon geholfen, nun hat das Ganze einen Namen. Und ich muß nicht mehr die Gyn aufsuchen, die das Ganze zwar ermitteln konnte, doch auch dafür keine Erklärung fand.
    Danke Euch !!!

  34. Heinzi said, on 9. Juni 2011 at 17:30

    Danke, jetzt weiß ich, was ich habe. Der Arzt hat nur wolkig von einer Zerrung der Gesäßmuskulatur geredet, der Physiotherapeut hat mich nicht mal angefasst und “wusste”, dass es die Lendenwirbelsäule ist. Hier ist noch ein Video mit einfachen Übungen: http://youtube.com/watch?v=tFtUgS69rPk

  35. [...] Piriformis Syndrom sitz genau am Gesäß. Dort wo eben die Tasche der Jeans ist sitzt der Schmerz ganz tief drinnen. [...]

  36. Chris said, on 5. Juli 2011 at 13:02

    Hallo ihr Lieben,

    Ich leide seit ueber 4 Jahren an einem Bandscheibenvorfall (ich bin 24). Dies ist auch auf den MRT-Bildern zu sehen. Allerdings hab ich vorallem Schmerzen im Bein, wenn ich laufe, z.B. Wenn ich mein Bein nun dehne, hab ich genau die gleichen Schmerzen. Dies und dass mein Osteopath meinte, mein Ruecken waere eigentlich in Ordnung und es waere wohl nur ein Problem des verkuerzten Muskels, bringt mich auf die Idee, dass dieses Piriformis Syndrom auch auf mich zutreffen koennte. Weiss daher jemand, ob es moeglich ist, hieran zu leiden als Folge eines Bandscheibenvorfalls?

    Im Voraus herzlichen Dank fuer eure Zeit!

    LG, Chris (weiblich)

  37. gerti1 said, on 28. Juli 2011 at 07:20

    Hallo
    ein sehr aufschlussreicher beitrag

  38. Robert said, on 5. August 2011 at 17:05

    Hallo,

    habe seit 1 1/2 Jahren die selben Probleme, habe das “piriformis syndrom” aber letztendlich diagnostiziert bekommen.
    Ich kann raten ein mrt des Hüftbereichs durchzuführen, bei mir kann man auf der betroffenen linken Seite eine deutliche Verdickung( mit dem lineal nachgemessen) gegenüber der gesunden Seite erkennen( ca. 25% größere Länge).
    Die Problematik fing bei mir mit einem Autounfall und zu schnellem Trainingseinstieg beim Fußball an. Musste das Spielen drangeben, konnte monatelang nicht gehen ohne auf die Zähne zu beißen. Das ganze belastet auch extrem meine Lebensqualität, so dass ich dann nach anfänglicher diagnose ” da ham se sich nen bisschen überlastet, bisschen wärme dann geht das” also endlich bei der Lösung des Rätsels angekommen bin. Kann allgemein nur von Orthophäden abraten, die die mich behandelt haben machen es sich meistens recht leicht, bei einem mrt/röntgen- Bild sind sie schnell dabei(vorallem als Privatpatient) und bestätigen dann immer lächelnd ” da sehen sie, alles in ordnung, so jung wie sie sind gibt sich das wieder”.

    Dehnübungen in Kombination mit Wärme lindern die Beschwerden, habe aber die Erfahrung gesammelt, dass Inaktivität die Problematik erhöht. Bei mir hat das “Füße hoch” die Sache noch nie verbessert, eher eine Verschlechterung herbeigeführt. Habe mir angewöhnt, die Dehnübungen im Alltag einzubauen.Außerdem würde ich mein Dehnungsprogramm noch stark erweitern, da eine intensive Dehnung des gesamten Beinbereichs und des unteren Rückens Linderung bringt, sowie das Massieren vom Fuß vorallem am Übergang Ferse/Fußwölbung.
    Im Fitnessstudio habe ich vor 2 Monaten mit einem Trainingsprogramm zur Stärkung von Rücken/Rumpf bekonnen.Meine ersten Eindrücke sind verhalten optimistisch…..

    Korperbautypisch war ich schon immer recht schlank und sehnig, meine Muskeltonus war schon immer sehr hoch. Meine Vermutung ist, dass vorallem Leute mit solcher Veranlagung anfällig für die Symptomatik sind.

    Interessant ist die Sache mit der Abnormität des Nerves, in meiner Familie sind Hüft/Gesäßprobleme männlicherseits nicht unbekannt….

    Kann nur betonen, dass ich sehr froh bin dieses Forum hier gefunden zu haben.

    Gruß Robert

  39. Robert said, on 5. August 2011 at 17:15

    Noch zum Thema Botulinumtoxin(Botox) spritzen…..Wurde mir auch schon vorgeschlagen, würde ich aber von abraten, da die Spätfolgen noch nicht wissenschaftlich untersucht sind. Habe mir persönlich das als letzte Alternative gestellt. Klingt halt sehr verlockend, eine Spritze und nach ein paar Wochen eventuell Abklingen der Problematik…

  40. Uli said, on 21. November 2011 at 21:05

    Bei mir hat es im Sommer nach einem Strandurlaub angefangen mit merkwürdigen Schmerzen beim Sitzen. Die Ursache war wohl eine Kombination aus mehreren Faktoren: Schonhaltung im völlig durchgesessenen Condor-Sitz wegen meiner empfindlichen Bandscheibe (Prolaps vor 9 Jahren), stumpfer Stoß durch eine Welle gegen einen Felsen plus Unterkühlung an einem windigen Strandttag. Solange ich jeden Tag 2 x 1 km Schwimmen war und danach in der Sonne lag, merkte ich noch kaum was.

    Zurück am Laptop wurde es dann über Wochen schlimmer, auch regelmäßiges Radfahren half nicht wie sonst bei Rückenbeschwerden. Bis ich irgendwann mal zum Osteopathen ging: Der konnte gleich den Piriformis als Schuldigen ausmachen und hat mir Muskelöl zum Einreiben empfohlen. Habe das dann jeden Abend nach dem Duschen reingerieben, wenn der Muskel schön warm war, morgens vor der Arbeit stattdessen Diclo Gel. Er meinte auch, ich solle mal eine Weile das Radfahren nicht so übertreiben. Das alles hat dann nach mehreren Wochen echt geholfen, so dass ich dann wieder richtig Gas geben konnte (MTB und Rennrad).

    Bis dann vor zwei Wochen ich dann mal eine Woche mit viel Arbeit und wenig Bewegung hatte. Seitdem wurde es dann immer schlimmer, seit Freitag kann ich nur noch liegen. Sitzen oder Gehen ist nur mit stärksten Schmerzmitteln möglich. Meine Schuld, hätte früher daheimbleiben sollen, statt unter Schmerzen im Büro zu sitzen. Mein Hausarzt glaubt fest an einen Bandscheibenvorfall, aber ich kenne den Unterschied, die MRT wirds beweisen.

    Welcher Facharzt wäre denn euer Erfahrung nach für eine Behandlung geeignet? Orthopäden habe ich aus meinem Wortschatz gestrichen – alles was mir diese ignoranten Loser je geraten haben, hat sich in all den Jahren als falsch erwiesen. Dagegen kam alles hilfreiche für mich von mehreren Physiotherapeuten. Jetzt bräuchte ich einen Facharzt, der mich mit Spritzen wieder soweit bringt, dass ich zumindest wieder aufstehen kann und ein wenig Schwimmen und Radfahren kann. Hat jemand einen Tip? Neurologe vielleicht?

  41. Paul said, on 2. Dezember 2011 at 17:23

    Bin im April noch Marathon gelaufen und hatte in meiner fast 20-jährigen Laufkarriere außer ein paar Achillessehnenbeschwerden keine Verletzungen. Habe dann nach dem Marathon 2 Wochen nur regenerativ trainiert und bin dann auf die Bahn gegangen. Ich war super gut drauf und nach meinen 200 m Läufen hat es mich dann im linken Oberschenkel gezwickt. Dachte, hast es eben etwas übertrieben und am nächsten Tag hatte ich so etwas ähnliches wie Muskelkater. Schenkte dem ganzen keine große Bedeutung und trainierte eben so gut wie es ging, bis es irgendwann gar nicht mehr ging. Schmerzen hatte ich im Liegen, beim Autofahren, eigentlich bei allem.

    Dann fing die Phase Ärzte an. Hatte etliche Diagnosen von verschiedenen Ärzten bekommen, die anhand der immer gleich vorgelegten MRT-Bilder immer unterschiedlich ausfielen. Nach 5 Monaten geriet ich dann an eine Orthopädin (Sportmedizin), die mir gleich nach der Anamnese sofort die Diagnose Piriformis-Syndrom stellte. Bis dahin wußte ich von diesem Muskel rein gar nichts. Mitlerweile habe ich mich da zu einem Experten weiterentwickelt und beobachte dieses Forum schon lange.

    Ich habe jetzt fast alles durch, bis auf den Osteopathen, zu welchem ich mich nun begeben werde. Ich dehne und stretche mich “zu Tode”, habe 24 Sitzungen beim Physio hinter mir, geholfen hat so richtig nichts, außer dass es ein wenig besser geworden ist. An ein richtiges Marathontraining ist aber nicht zu denken. Ich dümple/laufe halt vor mich hin. Ach ja, Medikamente habe ich auch geschluckt, alles was angeblich so helfen soll. Da habe ich, glaube ich auch alles durch.

    Tja es ist eigentlich kein Trost, dass doch so viele mit diesem kleinen Muskel so große Probleme haben aber ich glaube im nachhinein, dass ich warscheinlich vor der Verletzung doch zu wenig gedehnt habe, obwohl ich da immer etwas gemacht habe.

  42. Jannew said, on 4. Dezember 2011 at 14:42

    Hallo,

    einen fröhlichen 2. Advent miteinand…
    mich hat seit 2 Wochen links ein PS ereilt, ein Orthopäde der chiroprakt. und auch Akkupunkt macht, hat gleich beim ersten Date die mE. richtige Diagnose gestellt, Trigger getriggt, Voltaren Salbe u Schmerzmittel verschrieben und mir Hausaufgaben -Dehnübungen- gegeben: Sitzen 90 ° Fuß überschlagen und an Knie leicht gegendrücken. Auf Spritze hat er verzichtet, man erreicht den Firi nur sehr tief und Gefahr dass der Ischias tangiert wird- Mein erster Arztbesuch seit 14 Jahren (zählt der Zahnklempner auch zu den Ärzten oder mehr zum Handwerker?) war mir rundum sympathisch Es ging 2 Tage mit leidigen Schmerzen, die sich aber seit 1..2 Tagen sehr forcieren. Kann nachts nicht schlafen nur max. 1 Stunde dann Schmerz, muss aufstehen und rumhumpeln.

    Meine Fragen, die ich in Eurem Blog noch nicht so richtig beantwortet finde:
    1. Tags bin ich fast schmerzfrei dh. die Salbe u Pillen dämpfen aber NACHTS geht kein weg rein, ich kann nicht schlafen, nicht liegen, jede Stunde Salben… ein tiefer, teils schriller Schmerz als “Dauerton” –
    Medikation derzeit: 2 x Voltaren Pille 9 Uhr u 21 Uhr, jetzt schon aller 6 Stunden ASS ratiopharm 1000 mg
    fast jede Stunde Salbe Voltaren auf die Außenseiten der li Hüfte u Rückseiten li und re oberhalb des Po und zusätzlich mit Trauma Öl von Diolosa
    Zu der Dehnübung komme ich wegen der Schmerzen derzeit nur, wenn der Schmerz gerade etwas gedämpft ist und ich übertreibe es nicht. Mir graut schon vor heutiger Nacht…bin ratlos ? Spielt das warme Essen Abends eine Rolle?
    2. Hilft Wärme (plus Vibration?) oder besser Kälte ?
    3. Hat jemand Erfahrung mit evtl. gleichzeitigem Auftreten von PS u Blockade des Iliosakralgelenk?

    Freu mich über Antwort und werde den Blog intensiv weiterverfolgen.

    Alle mit PS haben mein Mitgefühl und ich wünsch Euch von ganzem Herzen Linderung!

    Jannew

  43. Jannew said, on 6. Dezember 2011 at 14:28

    Na, wenn keiner antwortet, mache ich es mir eben selbst…

    also, am 6. Tag nach dem Arztbesuch bin ich die schweren Schmerzen nun endlich los,
    diese Nacht erstmals 7 Stunden durchgeschlafen, (ja, ich gebs zu, zwei Glas Rotwein waren vorher auch dabei)
    Also, hab nach dem 4. Dez folgendes versucht: meine Oma hat so ein Ding mit Wärme und Vibrieren -nein, nicht, was ihr gleich wieder denkt…
    Also das Kissen ist gefühlte 30 Jahre alt, 40 x 30 x 10 cm
    Da ich arbeiten muss, hab ich im Computersessel arbeitend meine untere Wirbelsäule lange mit Vibration u Wärme behandelt, mal 3, mal 2 Stunden und heute sind die Schmerzen weg! Konnte auch auf die Einnahme von ASS und VOLTAREN verzichten
    Einzig oberhalb des Knie gibt es manchmal tausende Nadelstiche, ich vermute, das ist was zum Kniegelenk weitergezogen. Aber jetzt kann ich mich wieder wie ein Mensch fühlen!! und werd den Rest auch noch abklären lassen.

    Schreibt mal, wie es Euch geht!

    • Paul said, on 17. Dezember 2011 at 16:42

      Da scheint sich Dein Krankheitsbild mit dem Piriformis ja in 4 Tagen dramatisch verbessert zu haben. Glückwunsch, hoffentlich geht es auch so weiter.

      Deine Beschreibung im ersten Kommentar erinnert mich an mich. Habe so auch alles durchgemacht. Nächste Woche bin ich beim Osteopathen, mal sehen, was der meint.

      Ansonsten hat es sich bei mir leicht gebessert und bin tags- und nachts völlig schmerzfrei. Nur beim Laufen meldet er sich immer mal wieder. Ein Tag geht es besser, den anderen Tag nicht so besonders. Keine Ahnung an was das liegen könnte.

      Also weiter gute Besserung.

  44. justfun said, on 31. Dezember 2011 at 12:57

    Nehme Gabapentin (3*tägl. 300mg) gegen die Nervenschmerzen. Osteopath + Akupunktur (beim Hausarzt). Mir geht es von Tag zu Tag besser. Hoffe, das kann euch auch helfen.

  45. Sandra said, on 22. März 2012 at 16:40

    Hallo Leute!

    Hab mir seit 2009 alles durchgelesen und gehöre wohl zu den vergleichsweise leichten Fällen, die immer wieder davon geplagt werden, bin seit 3 Jahren in ostheopatischer / Physio-Behandlung.

    Bei mir macht einfach “nur” der Piriformis komplett dicht beim Laufen (immer auch nur dann, wenn ich 2-3 x die Woche 8-15 km mit Intervallen und ausschließlich Ebene laufe). Mitte Dez 2011 war’s dann nach richtig hübsch Gas geben auf 15 km soweit, dass ich Nachts kaum auf der Seite liegen konnte. Der Physio hat des Ding auch fast net mehr aufgekriegt. Der böse P hat wohl auch noch für eine Blockade L4/L5 gesorgt. Hab’s dann auf anraten des Sportmediziners mit täglichem Rumpftraining, allen P-Dehnungsübungen, Laufen nur noch 30 Minuten max. 2 x die Woche, kleine Schritte, kein Tempo versucht. Laufen hab ich vor 3,5 Wochen aufgegeben, weil diese Therapie-Kombi nicht funktioniert hat – der Piri hat immer schneller zu gemacht/blockiert. Also Füße stillhalten, Rumpftraining weiter und Schwimmen – L4/L5 ist seit 1 Woche nicht mehr spürbar blockert, habe keine Beschwerden mehr. Da die Rennradsaison wieder losgeht, fahr ich seit 2 Wochen Rad – und was habe ich heute davon? Dieser bescheuerte P macht jetzt auch noch bei dieser Sportart dicht. Da hatte ich in der Vergangenheit nie Malheur! Was soll ich denn jetzt noch tun?

    Einlagen, Laufanalyse, Wirbelsäulenvermessung (Hüftschiefstand wurde natürlich diagnostiziert, hat ja fast jeder Mensch ein kürzeres/längeres Bein) – ich hab alles durch, es hat sich nichts positiv verändert. Wenn das MRT Lendenwirbelsäule durch und ohne Befund ist, setz ich echt nur noch auf die Hoffnung, dass mit Rumpfmuskulaturstärkung und Dehnung das Thema erledigt werden kann. Dafür melde ich mich sogar im Fitnessstudio an (ich mag die Läden nicht), weil mit den Geräten dort gezielter trainiert werden kann und weniger Fehlhaltungen produziert werden.

    Sorry wegen der Rumheulerei und des Selbstmitleids. Aber wenn’s doof läuft, wird aus dem Nove Colli 2012 nix, genau so wenig wie aus den olympischen Tria-Distanzen …. Und ich mach doch so gern Ausdauersport …

    Liebe Grüße an alle Geplagten und gute Besserung,

    Sandra

  46. Paul said, on 31. März 2012 at 21:13

    Hallo Sandra,

    tja du scheinst zu uns zu gehören. Hab mein P-Leiden oben schon beschrieben. Ich mache jetzt seit genau einem Jahr daran herum und habe wie gesagt auch schon alles hinter mir und bin auch ratlos. Dehne jeden Tag ca. 40 Minuten seit November (wirklich, die Zeit nehme ich mir und wenn es abends um 11 ist). Es geht zwar wirklich besser, aber das Ding ist immer noch da, vor allem, wie auch du schon festgestellt hast, wenn es schneller wird. Beim Tempo macht der P einfach zu. Länger als 25 km geht auch nicht. Der Frust hängt ziemlich tief, habe mich jetzt in einer Spezialklinik angemeldet und sollte mir da irgendwie Hoffnung gemacht werden, dass da was mit einer OP gehen würde, lege ich mich unter das Messer und zwar deshalb, weil ich auch so gerne Ausdauersport betreibe und mir da ziemlich viel fehlt.

    Wünsche Dir und natürlich allen anderen gute Besserung

  47. Birgit said, on 27. April 2012 at 16:58

    Hallo,

    ich erspar euch mal meine ganze Ärzte-Tortour die ich wegen meinen Gesäßschmerzen in den letzten Monaten hinter mir habe, mir hilft überhaupt nix was bis kurzfristig etwas dehnen.

    Jedenfalls hat jetzt mein derzeitiger Schmerzarzt zu mir gemeint er vermutet nun doch stark dass der Piriformis meinen Ischias quetscht und will nun mit Akupunktur bzw. evtl. mit Botox-ähnlichen Spritzen probieren ob das was hilft.

    Könnte man auf MRT-Bildern sowas sehen?

    Ich hätt da nämlich aktuelle vorliegen… der Arzt (anderes Krankenhaus) der diese Bilder angesehen hat ging natürlich in keinster Weise auf die muskuläre Situation ein….

    lg Birgit

  48. Mario Fassen said, on 10. Mai 2012 at 10:40

    Gratulation zu diesem wertvollen Beitrag. Völlig überfordert stehen die allermeisten Therapeuten vor diesem Problem und die Betroffenen lassen die unsinnigsten Behandlungen über sich ergehen. Das Röntgenbild ergibt keinen Befund. Der oft zu beobachtende Beckenschiefstand ist nicht die Ursache des Leidens, sondern die Folge. Mein Beitrag dazu: Den Kranken in die Stabile Seitenlage bringen, mit der schmerzhaften Seite nach oben. In dieser Stellung wird der Birnenmuskel zugänglich. Die schmerzhafteste Stelle ertasten und mit einer dünnen Nadel, 0,4 X 40, 1-2 ml Procain 1%, in den Muskel injizieren. Manchmal stehen die Betroffenen vollkommen schmerzfrei wieder auf. Typisch für dieses Leiden ist die starke Ischiassymptomatik. Das Krankheitsbild kann auch starke Beckenschmerzen oder LWS-Schmerzen nach sich ziehen. Oft sind die Kranken unsicher, ob die Beschwerden vom Hüftgelenk oder von der Lendenwirbelsäule ausgelöst werden.
    Viele Grüße und Danke für den Beitrag
    Mario

  49. Herbert Sechser said, on 21. Juli 2012 at 20:59

    Ich bin schon 71 Jahre alt und hatte nie mit Gesäßmuskeln Probleme. Vor kurzem war ich für 3 Tage im
    Krankenhaus und mußte wegen einer kleinen Blasenoperation 48 Stunden einen Katheder haben,der mich zwang 48 Stunden auf dem Rücken zu liegen.Nach 10 Stunden begannen sich im Gesäß Schmerzen bemerk-bar zu machen.Von 3 Ärzten wurde ich bisher falsch behandelt.Es liegt hier ganz offenbar auf der Hand,dass es sich um das Piriformis-Syndrom handelt.

  50. Jimmy said, on 9. August 2012 at 00:57

    Ha ha ha, ich habe den Dreck schon seit 2006. Keiner konnte mir bisher helfen und ich habe schon viiiiiel probiert und investiert! Mein größtes Problem ist die ständige Verhärtung der mittleren Wirbelmuskulatur, so daß ich mir alle 5-10 Minuten den ein oder anderen Wirbel einrenken kann. Hat hier einer das gleiche Problem?

  51. [...] at an end. By what means do folks bring to light select treatment for piriformis muscle strain fun? tight piriformis psoas The fact is that suggestion is actually difficult. It is a wealth of insight on using it. [...]

  52. Peter said, on 30. November 2012 at 15:37

    Hi,
    gut zu wissen, dass man nicht allein ist mit seinem Problem. Manchmal kommt man sich schon wie verhext vor, wenn der Muskel zuckt und sich das Ganze dann auch am Oberschenkel fortsetzt oder die Schmerzen beim Laufen elektroschockartig ins Hüftgelenk fahren. Ich habe die Beschwerden viel zu lange, wahrscheinlich Jahre, verdrängt und immer auf spontane Besserung gehofft. Die kommt aber nicht, wenn man nichts tut. Hier ein paar von meinen Erfahrungen:
    Wärme ist nicht immer gut und führt oft zur Verschlimmerung des Zustandes, weil dadurch die Nerven aufgeschwemmt und in der Enge noch mehr bedrängt werden. Ein Teufelskreislauf stellt sich ein, der Muskel bekommt Impulse, verspannt noch mehr und traktiert den Nerv und so weiter. Zur Linderung empfehle ich die Kombination von Strom mit Kälte. Leider haben nur wenige physiotherapeutische Praxen das dafür erforderliche Gerät. Ein Pol wird am unteren Ende der Lendenwirbelsäule angesetzt, der andere besteht aus einem Stab, dessen Ende bei Betrieb sehr kalt wird. Mit diesem Ende fährt man 10 Minuten unter leichtem Druck nach vorherigem Auftragen von Gleitgel über die Stellen an denen der Piriformis ansetzt und unterkühlt die Stellen. Der Schmerz lässt nach, der Stoffwechsel des Muskels wird angeregt, der Nerv schwillt ab. Die Chancen für den Rückgang der Entzündung des Muskels verbessern sich. Die Behandlung sollte über längere Zeit jeden zweiten Tag erfolgen.
    Meist ist aber nicht nur die schmerzende Seite betroffen. Auf der anderen Seite hat man nur noch keine Schmerzen, aber die Verspannung ist da und manchmal stärker, als an der schmerzenden Seite. Also symmetrische Behandlung ist zu empfehlen wie auch eine Gesamtsicht des Körpers und der Bewegungsmuster (wo spanne ich überall an bei Tätigkeiten, für die diese Anspannung nicht nötig ist – beim Zähneputzen, Wurst schneiden, Wimpern zupfen oder rasieren, beim Telefonieren oder Aotofahren…).
    Auch wenn das cooler wäre, aber die Höchstleistungen mal für eine Weile lassen und weniger coole Gymnastik treiben und spazieren!

  53. 12runner said, on 14. Dezember 2012 at 20:16

    Unglaublich, was sich hier alles an hilfreichen Informationen angesammelt hat. Toll und weiter so. Man freut sich, wenn man weiß, dass man mit seinen Problemen nicht allein ist. Und wer erst mal richtig das “Laufen gelernt” hat, möchte selbst auf dringenden Rat seines Arztes nicht mehr davon lassen.

    Ich selbst habe jetzt schon seit über zwei Jahre die oben beschriebenen Probleme, viele Arztbesuche und Arzt- bzw. Orthopädenwechsel hinter mir. Zusätzlich plagten mich neben diversen Gelenkbeschwerden an LWS, Schulter und Ellbogen auch ein extremer Fersenschmerz im rechten Fuß, ähnlich wie die bei einem Fersensporn. Normal sitzen im Büro und im Auto ging nicht mehr, selbst die Rückseiten der Oberschenkel schmerzten. Im Gesäß hatte ich ein Gefühl, als wenn es ständig angespannt ist.

    Alles dies ist vermutlich die Quittung für einer generelle Überlastung aus anhaltendem Stress im Büro und zu ambitioniertem Training. Seit fast zwei Jahren bin ich deshalb nicht mehr gelaufen (vorher ca. 50 Km pro Woche).

    Den/die Periformis hatte ich, nach dem die Bandscheiben ausgeschlossen wurden, schon länger im Verdacht gehabt aber alle Behandlungen von Facettenspritzen über Kordisongaben, entzündungshemmende Tabletten, Schmerzsalben brachten nicht den Durchbruch. Jetzt verspüre ich seit ca. 3 Wochen endlich eine deutliche Verbesserung, weiß aber nicht, ob es an allen oder nur einem der nachfolgenden Aspekte lag:
    - nur geringe und nicht zu lange körperliche Belastung,
    - Periformisdehnung verstärkt und in allen möglich Varianten 2-3 täglich,
    - 2 x wöchentlich Moorpackung+Massage (Wärme tat mir grundsätzlich gut–> hilft dem Muskel sich zu entspannen.
    - bei jeder Gelegenheit die kleine Rumpfmuskulator kräftigen (z.B. einbeinig stehen, Balance halten etc.)
    - Reduzierung von Fleischverzehr und Verzicht auf Schweinefleisch (Purine! Ersatz durch viel Fisch)

    Da ich den Termin schon länger hatte, war ich dann trotzdem und auf Anraten meines Hausarztes, noch die letzten zwei Tage stationär in der Neurologie zur Abklärung. Hatte Glück mit dem Professor, der zu dem auch sehr professionell war und schnell herausfand, dass der rechte Periformis verdickt ist. Wir haben uns gemeinsam darauf geeinigt, diesen Muskel mit Botox zu beruhigen. Das Ergebnis sollte sich in 14 Tagen eingestellt haben. Bis dahin und vermutlich darüber hinaus, werde ich die oben beschrieben Maßnahmen beibehalten.

    Denn:………..ich will endlich wieder laufen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Wenn Ihr möchtet, halte ich Euch auf dem Laufenden und wünsche Euch allen schon mal “FROHE WEIHNACHTEN”.

    • Andrea said, on 18. Februar 2013 at 13:15

      Danke auch allen, ich habe 3 bald 4 Jahre Schmerzen im Hüft- und Pobereich.(Läufer war ich sehr lange, Auslöser aber ev. Sturz im Gebirge). Impingment ausgeschlossen, LWS ist gesund, Hüfte auch. Teure Einlagen für die Schuhe habe ich machen lassen. Physio, Massage etc.etc. ich habe das Gefühl, dass ich zwar die gleichen Symptome habe, aber eher am gluteus minimus. Dehnen hilft etwas, schlafen ist ganz übel, da der gluteus noch weiter auf der Seite ist. bin etwas ratlos: Hat jemand DAUERHAFT die Schmerzen weggebracht (Botox, Chinese, usw.)herzichen Dank und Gruss

    • Daniela said, on 16. August 2013 at 12:28

      Hallo, hat botox was gebracht?

      Danke für deine info im vorraus

      Lg daniela

  54. 0711955062 said, on 15. Februar 2013 at 10:35

    Hallo, zunächst erstmal vielen Dank für die hilfreiche Information! Super! Ich hatte auch Probleme mit dem Periformis- zunächst war ein Verdacvht auf Bandscheibenvorfall bzw. ISG.Blockade und sogar evt. ein Knorpelschaden an der Hüfte mit KOnstellation für Cam-Impingment- erst in einer Sprechstunde in der Asklepiosklinik Bikenwerder bei Dr. Möckel verschaffte mir die Gewissheit, dass keine Operation anstehen wird – daher erarbeiteten wir ein Therapieprogramm und ich muss sagen, dass u.a. diese Seite hier mir echt viele nützliche Tipps für das Alltagstraining gegeben hat. DANKE! und alles Gute!

  55. Cornelius said, on 5. März 2013 at 08:02

    Die Aussage, das der PS eigentlich überflüssig ist, finde ich etwas mutig! Durch das er am Oberschenkel und am Kreuzbein ansetzt hat er eine sehr ausgleichende Funktion (Hüftkopfpositionierung, Stellungsmelder, Kraftüberträger, …)! Ob dehnen hier die richtige Antwort ist wage ich zu bezweifeln! Lockern und funktionell isotonisch bahnen, eventuell über seine Antagonisten (isotonisch exzentrisch) wäre sicher eine sinnvolle Methode. Wir in der Ortho-Bionomy betrachten auch den ganzen Körper und somit auch die Statik vom Fuss beginnend, wo doch dann auch sehr viele Auffälligkeiten zu erkennen sind, die den Piriformis in seine verkürzende “Funktion” zwingen…

    • Thomas Lander said, on 3. September 2013 at 14:45

      Hallo 12runner,
      hat botox bei dir geholfen? Wenn ja, in welcher Ecke Deutschlands wurdest du behandelt?

      Ich habe die Nase gestrichen voll, seit zwei Jahren bastel ich daran herum. Habe die ganze Palette an Behandlungen hinter mir. Das schlimmste ist das brennen im Hintern.

      Ich will wieder normal leben!!

  56. Julia said, on 12. Januar 2014 at 19:45

    Hallo,
    ich leide nun schon seit gut 6 Jahren am PFS.
    Kann mir jemand eventuell einen Arzt/Physiotherapeuten oder Ostheopath im Umkreis von Mönchengladbach/Neuss/Düsseldorf nennen der sich mit dem PFS Syndrom und seiner (erfolgreichen) Behandlung auskennt?
    Für einen Tipp/Hinweis wäre ich sehr sehr dankbar. Ich bin es nämlich langsam wirklich leid und habe Angst vor Folgeschäden wenn sich nicht endlich etwas tut.
    Viele Grüße!

    • Andrea said, on 12. Januar 2014 at 20:08

      hallo Julia, ich hatte die Geschichte 4 Jahre, bin von Arzt zu Physio, zu den Spezialisten im Spital usw, usf. – ohne Erfolg. Dann habe ich begonnen mit spinning und dehnen, dehnen, dehnen auf alle Seiten und gemerkt: Dass ich vor allem sitze; im Auto, im Büro und dass meine Jeans mir beim Sitzen permanent auf den ganzen Beckenbereich drückt. Jetzt geht es fast permanent GUT. Keine Medis, nur ab und an wieder DEHNEN!!
      Viel Erfolg Andrea

      • Julia said, on 12. Januar 2014 at 20:17

        Hi Andrea,
        danke für deine rasche Antwort aber das habe ich leider schon probiert und vieles mehr auch. Das wäre seitenfüllend. ;-)
        Da ich einen sehr aktiven Hund habe kann ich mich auch über zu wenig Bewegung nicht beschweren. Auch bei der Arbeit habe ich einen Mix aus Sitzen und Gehen.
        Meine Beschwerden habe ich seit einem schlimmen Sturz beim Fußball vor 6 Jahren. Also durch ein sog. “Trauma” ausgelöst. Es müsste sich mal jmd. die Mühe machen die Ursache der Beschwerden zu erforschen. Das Iliosacral Gelenk verhakt immer wieder aufs Neue und ich habe eine Beckenverwringung.
        Schönen Abend noch!
        Julia

  57. Andi1979 said, on 8. Februar 2014 at 19:39

    Hallo

    Hbe auch Piriformis Syndrom
    Hat jemand Erfahrungen mit Botox Infiltration?
    Habe alles versucht, dehnen, Tabletten, dehnen, Gymnastik, dehnen ;), ich möchte noch Botox Spritzen versuchen und wenn das auch nicht hilft eine OP?

    Gibt es hier jemanden der Erfahrung mit Botox bzw OP hat?
    Danke


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