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REEBOK PREMIER ZIGWILD TRAIL :::::::::::::::::::::::::::::::testergebnis

Posted in Ausrüstung by koppdaniel on 30. September 2011

Testergebnis REEBOK PREMIER ZIGWILD TRAIL Erwartungsgemäß kann Reebooks neuer Trailschuh die Anforderungen von Gelände- und Bergläufern nicht erfüllen.

Das war bereits bei unserem „first look“ klar. Dem PREMIER ZIGWILD TRAIL fehlt es an notwendigem Support. Vor allem im Fersenbereich fühlt sich der Fuss nicht ausreichend fixiert. Generell umschließt das Chassis den Läuferfuß komfortabel, was auf Geländeläufen und Traileinheiten zu einem schwummrigen Gefühlserlebnis führt. So bleibt der Schuh auch streng geschnürt eher weich, was ihn  für zackiges Kurvenschneiden und dynamisches Richtungswechseln so geeignet macht wie eine S-Klasse für den Nürburgring. Diese Tatsache wird durch den hohen Aufbau der Sohle noch verstärkt, denn das Modell neigt trotz breiter Hinterfußsohle zum seitlichen Verkippen.

Über den gelaufenen Untergrund spielt der Schuh nur ein unzureichendes Feedback zurück. Insgesamt verhält sich der PREMIER ZIGWILD zu träge, indirekt und schwammig. Selbst auf Forststraßen und Feldwegen stößt er an seine Grenzen, wenn lose Bodenbeläge vorliegen, wie etwa tiefer Kies. Dann fehlt schlichtweg der notwendige Biss. Kein Einwühlen in den Untergrund. Kein verbeißen. Einfach nicht sticky. Hintergrund für dieses Problem ist zu gering konturierte Sohlenprofil. Zwar hat Reebok die ZIGTECH-Sohle mit Reibwert erhöhenden Applikationen versehen. Echte Zacken, Stollen und Anti-Rutschbänke vermisst man aber. Die zwischen den Wellen eingebrachten Spitzen sehen zwar aggressiv aus, bleiben aber nahezu ohne Nutzen. Dafür sammeln sich Hohlräumen der Wellengeometrie ständig Kieselsteinchen die sich nur schwer wieder entfernen lassen. Probleme die eigentlich nur von Straßenlaufschuhen kenne und auf Dauer lästig werden können.

Mehr Freude bringt der Schuh auf eher glatten nicht asphaltierten Fahrwegen. Vermutlich sind Straßenläufer die gelegentliche Ausflüge auf einfache Feld- und Forstwege unternehmen die eigentliche Zielgruppe des REEBOK PREMIER ZIGWILD. Hier fühlt sich der Schuh wohl und kann seine komfortable Auslegung zur Stärke ausspielen.

Für echte Gelände, Trail- und Bergläufer ist der Schuh -auch seines hohen Gewichts wegen- leider nur bedingt geeignet.

Passform/Aufbau (Schulnotensystem)
Support:              4
Schnürsystem: 3
Qualität:              2
Widerstandsfähigkeit:  noch nicht bewertbar

+ Gute Eignung auch für breitere Füße
– Geringer Fersenhalt

Gelände (Schulnotensystem)
Geröll:       4
Kies:           4
Erde:          3
Lehm:        3
Sand:          3
Fels:            3
Wurzel:      4
Asphalt:    2
Fahrweg:  2

– Indirektes schwammiges Handling
– Unzureichendes Feedback über gelaufenen Untergrund
– Nicht für alpines Gelände tauglich
+ Gut auf einfachen Fahr- und Feldwegen

9 Antworten

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  1. ultraistgut said, on 16. Oktober 2011 at 14:42

    Boah – der sieht ja aus wie ein Raupenfahrzeug – und soviel wird er wohl auch wiegen !!

    Das mit den Steinen ist ein sehr lästiges Übel, das ich auch bei manchem Schuh feststellen musste, das kann unterwegs ganz schön nerven, darum ist für mich ein solches Profil – wie man heute in neudeutsch so schön sagt – ein NOGO ! 🙄

  2. Daniel said, on 16. Oktober 2011 at 18:06

    Für Straßenläufer sicherlich kein Problem, aber auf Feldwegen finde ich das wirklich lästig

  3. Kerstin said, on 16. Oktober 2011 at 19:21

    Ich finde diese Zickzack-Sohle hässlich. Sie macht den Schuh schwer, auch für Straßenläufer ist das kein Spaß, wenn so ein Klotz am Bein hängt. Wenn ich auf der Straße in Schuhen mit großer Sprengung unterwegs bin, habe ich das Gefühl an der Straße hängen zu bleiben. Je niedriger umso besser…

    • Daniel said, on 16. Oktober 2011 at 19:26

      Nein, dass ist nicht richtig. Die Sohle macht den Schuh nicht schwerer als bei vergleichbaren Modellen (Vergleichbar mit XT-Wings). Das täuscht optisch. Sprengung und die ungewöhnliche Optik sind eher individuelle Geschmackssache. Barfußschuhe (falls Du die meinst) hingegen sind für Trails und alpines Umfeld meiner Meinung nach nicht nicht geeignet.

      • DocRunner said, on 17. Oktober 2011 at 17:23

        Wir sind da ja unterschiedlicher Meinung, was die Trail-Eignung von minimalistischen Schuhen angeht 😉 und teilweise geb ich Dir sogar Recht, was aber nur auf alpines Gelände zutrifft. Aber so ein Unikum wie der Reebok kommt mir sicher nicht ins Haus. Danke für den ausführlichen Test

        Salut

        • Daniel said, on 17. Oktober 2011 at 18:11

          Für dich wäre das Teil ein ausgemachter Supergau

      • Kerstin said, on 18. Oktober 2011 at 21:16

        Nein, meine ich nicht. Ich denke da z.B. an den Saucony Peregrine, die Trail-Ausgabe des Kinvara. Leicht und ohne Absatz 😉

        • Daniel Kopp said, on 19. Oktober 2011 at 08:14

          Damit wünsche ich dir viel Spaß im Alpenschotter 🙂
          Der hat ja überhauptkeine Schutzränder gegen durchstechendes Material….

          • Kerstin said, on 20. Oktober 2011 at 21:47

            Für Schwarzwaldschotter wird es reichen … 🙂


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