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Lange Kante – Hügellauf durch den dunklen Naturpark Augsburg

Posted in # Hügelland [Laufen] by koppdaniel on 2. Dezember 2011

Lange Kante – Hügellauf durch den dunklen Naturpark Augsburg Bei sternenklarer Nacht über sanfte Bergkuppen durch die Westlichen Wälder. So einsam und verlassen findet der geneigte Freizeitsportler den Wanderparkplatz bei Burgwalden, nur einen Steinwurf entfernt von dem um die diese Jahresezeit vereinsamten Golfplatz nur zu dieser dunklen Jahreszeit im Winter vor. Es ist dunkel. Rabenschwarz. Und nachdem die Scheinwerfer des Wagens erlöschen sieht alles noch dunkler aus und fühlt sich noch einsamer an. Da die Nacht bereits kalte Temperaturen bringt streife ich noch eine dünne Mütze und Handschuhe über. Zurre am Schnürsystem der Salomonlaufschuhe und verstaue die Überlänge im kleinen Zungentäschchen. Strinlampe an – ein kleiner Lichtpunkt macht sich auf auf den Weg in den abstoßend wirkenden Wald, dessen Tannenwipfel sich schwarz vor dem tiefen Blau des Nachthimmels abzeichnen.

Schon kurz nach dem Start wartet die erste Steilstufe der Tour auf mich. Holzig klettern meine Beine über den kiesigen Anstieg während der Körper seine Lebensgeister weckt. Atemhauch zieht durch den Lichtkegel der Strinlampe die ihr kühles weißes Licht auf den Wegsabschnitt vor meinen Füßen wirft. Nachdem sich der Anstieg ein wenig ausflacht und eine letzte offene Wiese vor dem Wald durchquert folgen einige meter über ein ausgewaschenes und zefurchtes Wegstück das sich aus lehmigen,s andigen und kiesigen Bestandteilen unterschiedlicher Korngrößen zusammensetzt und im diffusen Lichtschein Aufmerksamkeit fordert.

Nach rund 70 Höhenmetern folgt die Forsttraße dem erklommenen Höhenzug in östlicher Richtung. Bei leichtem Auf und Ab erhält der Pulsschlag Zeit seine Frequenz zu senken ehe ich in einen steil geschlängelten Abstieg zurück ins Tal einschlage. Das letzte rotbraune Laub des vergangenen Sommerhalbjahres ziert noch einige Bäume, doch die ein Großteil der Laubbäume zeigt sich bereits in winterlicher Zier. Durch die kahlen Baumkronen fällt das fahle Licht des Halbmondes, ich husche vorbei an einigen Weihern hinüber zum nächsten Hügelzug und steige an einer plätschernden Quelle auf zur Kuppe der Anhöhe. Der Anstieg ist fordern und zieht sich in die länge. Steilrampen wechseln mit flacheren Passagen ab. Oben angekommen mach ich mich schon wieder  auf zum nächsten Abstieg. Steil zieht mich der Fahrweg über Kurven und Serpentinen zurück ins Tal.

Nach einem groben Wurzeltrail der die hellste Schaltstufe der Stirnlampe erfordert zieht schon wieder eine Steilrampe auf den Höhenzug empor. Dieses Spiel wird sich noch einige male wiederholen. Richtig fies an dieser Strecke ist, dass, je weiter man Richtung Ende des Laufes rennt, die Anstiege immer länger und steiler werden.

Obwohl man meinen könnte so ein Lauf durch den Naturpark wäre doch langweilig, bietet eben diese Landschaft ein Füllhorn abwechslungsreicher Wege und Pfade. Es sind nicht nur eintönige Forststraßen, nein, Hohlewege, Wiesenwege, Wurzelwege, Schotterwege und glatte Wege durch Alleen, Nadelwald, Mischwald und toten Wald. Über Wiesen, vorbei Quellen, auf Hügel und durch Täler. Nicht umsonst nennt man den Naturpark Westliche die Toskana Schwabens.

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