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Berglauf Kienjoch (1.953m, Ammergauer Alpen)

Posted in # Bergland [Laufen], Filme [Laufen] by koppdaniel on 11. August 2012

Berglauf Kienjoch (1.953m, Ammergauer Alpen)

  Das Kienjoch zählt zu meinen Lieblingsplätzen in den Ammergauer Alpen.  Es gibt weder bewirtschaftete Hütten noch nahe Seilbahnen, wodurch diese Ecke vor allem eines ist, – ruhig! Dem Kienjoch kann man sich über mehrere Anstiegsvarianten nähren, für einen Berglauf eignet  sich eigentlich nur der Anstieg ausgehend von Graswang nahe Linderhof. Dann geht es zunächst vom Ort ausgehend ein Stückchen über die Wiesen im Tal auf einen wechselnd steilen Forstweg, der sich vom Graswangtal über den Schattenwald um den Bergstock windet. Schnell gewinnt man an Höhe und genießt nach den ersten Serpentinen und 200Höhenmetern schon eine Schau durch den lückigen Bergwald hinab auf Graswang und hinüber zum Sonnenberggrat.

Der Fahrweg zieht das Mittageck umrundend kontinuierlich an und schon bald sind feine Tiefblicke in den beeindruckenden Taleinschnitt des Kühalpenbachtals gelegen vor der mächtigen Szenerie der Notkarspitze möglich. Kurz nach der Kuhalmhütte wird der Fahrweg Richtung Kienjoch verlassen. Ab jetzt wird es abwechslungsreicher. Es geht von nun an nur noch über wildromantische Bergpfade bergan. Zunächst windet sich das Weglein noch durch ein feuchtes Waldstück, ist dabei schlammig, wurzelig und mit Felsbrocken durchsetzt. Dann, kurze Zeit später, sind die Gruben erreicht. Ein offenes Almgelände mit weidenden Kühen und einigen  Tümpeln. Der Nase nach tun sich die Feslabbrüche des Vorderen Feldernkopfs und des Windstierlkopfs auf, die von dieser Seite unbezwingbar wirken, von der Gegenseite aus aber über einen sanften Grasrücken unschwierig erwandert werden können.

Das Gelände wird zunehmend alpin. Inzwischen verläuft der schottrige Trail durch Latschen immer steiler werden in vielen Serpentinen hinauf zu einem 1.772m hohen Zwischensattel. Von hier aus geht es auf dem langen Bergrücken über einen schönen Kammweg weiter Richtung Geißsprungkopf. Einige Teilstücke verlangen Aufmerksamkeit und verzeihen keine Ausrutscher. Kurze Aufschwünge sind hier aufgrund des feinen Griesels und der Steilheit auch mal nur noch in schnellem Schritt zugehen, dass Gelände bleibt aber – gute Kraftausdauer und Trittsicherheit vorausgesetzt – laufbar. So geht es noch ein Weilchen dahin bis schließlich das Kienjoch erklommen ist.

Meine Rückkehr bis zur Kuhalm verläuft wieder über den Anstiegsweg zurück, was einen flowigen Downhill über den Serpentinentrail bedeutet und Spaß bringt. Ab der Kuhalmhütte schlage ich den Rückweg über den monotonen Fahrweg aus und wähle den deftigeren Abstieg über das Kühalpenbachtal. Der nun folgende Trail reißt mich hinab in eine wilde Klamm. Immer wieder kreuzt der schmalen Pfad den Bach. Steigt hin und wieder kurz an und wartet mit zum Teil ausgesetzten Wegstückenauf die mit Stahlseilen versichert sind.

Schließlich spuckt mich das Wildbachtal auf einen schmalen Fahrweg aus, der zurück ins Graswangtal und weiter den Dickelschwaig zurück in die Ortschaft Graswang leitet.

4 Antworten

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  1. Der Allgaeuer said, on 11. August 2012 at 21:18

    Wunderbar dargestellt in sechs Minuten, einfach genial. VG

  2. Deichlaeufer said, on 12. August 2012 at 22:24

    Auf so einen Film habe ich gewartet 😀 Ging es links und rechts teilweise wirklich so steil abwärts, wie es auf dem Film aussieht? Tausend Tode würde ich dabei sterben. Und dann auch noch laufen. Keine Angst mal zu stürzen und abzuschmieren?

    • Daniel Kopp said, on 13. August 2012 at 09:30

      hallo volker., teilweise ist der weg schon ausgesetzt, auf manchen aufnahmen wirkt die optik aufgrund des fisheyes aber ein wenig verschärfter als es tatsächlich der fall war.


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