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Out Of Box | Puma Mobium

Posted in Ausrüstung by koppdaniel on 20. Februar 2013

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Puma Mobium Und gleich noch ein Pumatest. Genauso neu wie die Marke sind für mich auch diese Minimalschuhe. Was natürlich sofort angenehm auffällt, die Teile sind wirklich federleicht, vor allem im Vergleich zu stabilen Trailschuhen, die teilweise das doppelte wiegen. Das diese Schuhe folgerichtig nichts für ruppige Alpentrails und schlammige Pfade sind ist auch klar. Inwiefern sie sich für Waldautobahnen und Feldwege eignen, dass wird sich in den nächsten Wochen herausstellen. Einiges kann man aber jetzt schon festhalten: Die Dinger sehen ganz nett aus, liegen gut am Fuß und dürften aufgrund der luftigen Machart vor allem im Sommer Spaß machen.

Pumas Mobium setzt sich zur Maxime den natürlichen Bewegungsablauf und die daraus resultierende Verformung des Fußes aktiv zu unterstützen. Der Hersteller spricht dabei von adaptiver Unterstützung welche durch ein in die Schuhsohle eingearbeitetes Zugband und eine dem anatomischen Fußaufbau nachempfundene Sohlengeometrie realisiert werden soll. Puhhh, das klingt schon etwas abgefahren und theoretisch. Was bedeutet das jetzt wirklich?

Um das zu verstehen müssen wir uns den Fuß im Bewegungsablauf genauer ansehen. Der Fuß verändert während der Flugphase aufgrund von Kontraktion Größe und Form. Entstehende  Energien soll das eingelassene Gummiband sowie die Puma MoveCELL-Pads aufnehmen, speichern und bei den Land bzw. Abstoßphasen wieder abgeben. Der Schuh dehnt sich also in der Abrollphase aus und zieht sich in der Flugphase zusammen. Puma verspricht dadurch  ermüdungsfreieres und schnelleres Laufen. Nicht der Läufer soll sich dem Schuh anpassen, sondern der Schuh an den Läufer. Zusammen mit der an die anatomischen Gegebenheiten des menschlichen Fußes angepassten Sohle ergibt sich in der Tat ein neues angenehmes und Laufgefühl. Mit einer Wertung inwiefern diese Versprechen erreicht werden halte ich mich zurück. Diese Erfahrung und sein Resümee daraus sollte jeder selbst ziehen. Ein interessanter Aspekt wird sein, was passiert wenn die Wirkung des Gummibandes nachlässt oder inwiefern Verscheilß ihm zusetzt. Ohne Wert auf diese Innovationen zu legen, erhält man einen gut gemachten Lightweighttrainer.

Die Polsterung und Außengeometrie der Sohle wurde so verteilt, dass sie der natürlichen Verteilung von Fettpolstern und Knochenstrukturen im menschlichen Fuß entspricht. Ich würde behaupten der Schuh richtet sich vor allem an leichte Vor- und Mittelfußläufer mit nicht zu schmalen Füßen. Die Passform ist bei meinen etwas breiterem Vorderfuß ausgezeichnet, wenngleich ich mir etwas mehr Halt im Fersenbereich wünschen würde.

Freunde minimalistischer Laufschuhe könnten mit dem  ca. 230g (Gr. 45,5) wiegenden Mobium durchaus ihre Freude haben. Am Fuß verhält er sich durchaus flink und direkt, Richtungswechsel machen Spaß und das Feedback über den belaufenen Untergrund ist gut. Ohne wirklich hart zu wirken hält sich der Puma bei der Dämpfung angenehm zurück, man hat hier ein gutes Mittelmaß gefunden. Zusätzlich neigt eine erfreulich geringe Sprengung von 4mm wirkt jeder Kippneigung vor. Zu bemängeln ist meinersteits lediglich die Schnürung die sich keine Experimente erlaubt und ganz konventionell daherkommt. Wünschenswert wäre hier eine etwas bessere Fixierung des Vorderfußbereiches gewesen. Außerdem fehlt eine Unterbringung für die Schnürsenkel in Form einer kleinen Zungentasche.

Pumas Mobium kommt atmungsaktiv  und leichtgewichtig, dementsprechend wenig Protektion bietet der Oberschuh, was ihn wilderes Gelände ungeeignet macht. Das soll aber auch erst gar nicht sein Revier sein. Der Vorderfußbereich wird durch einen eigearbeiteten verstärkten Rand geschützt, zusätzlich wurde die Sohle an Fußspitze leicht nach oben verlängert. Die Fersenkappe ist wesentlich stabiler als Vorderschuh, seitlich schützen aufgeklebte Applikationen. Um das Gewicht des Schuhs niedrig zuhalten scheinen diese Applikationen aus einer Art stabiler Textilfolie zu bestehen die auch ein Schuhzunge zum Verwendung findet.

Insgesamt ein stimmiges Konzept. Schade das es von diesem laufaktiven Schuh keine Trailversion gibt, denn wir wären bestimmt gute Freunde.

2 Antworten

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  1. soulrunner74 said, on 20. Februar 2013 at 19:47

    Sehen ja ganz nett aus die Fröschli, aber ob du damit auf deinen Trails Spaß haben wirst bezweifel ich stark.
    Na ja ist egal, ich bin gespannt auf deine Bilder (nach einen Schlamm-Trail) und Erfahrungen.
    Viel Spaß… hast du dir die Fröschli gekauft oder zum Testen bekommen?

    • Daniel Kopp said, on 20. Februar 2013 at 20:13

      Ne, für den Trail sind die auch wirklich gar nix. Ich werde sie nur auf einfachen Feldwegen bei meinen Tempoeinheiten nutzen. Dafür passen sie schon weil sie auch angenehm leicht sind.

      In diesem Fall hab ich sie zum testen bekommen.

      LG


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