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Standard um den Landmannsdorfer Forst

Posted in # Wellenland [Laufen], The nicest by koppdaniel on 12. Februar 2014

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Standard um den Landmannsdorfer Forst Mein neuer Unter-Der-Woche-Standardlauf für 2014. Mir ist eine echt feine Streckenführung mit abwechslungsreichem Terrain und schönen Landschaftsabschnitten gelungen. Eine Ode an den einfachen 15er.

Der 15er als Trainingseinheit ist unter der Woche eigentlich meine Lieblingsdistanz. Er lässt sich nach Feierabend mit überschaubarem zeitlichen Einsatz abspulen. Fühlt sich nicht zu lange an und nicht zu kurz. Gewürzt mit kuppiertem Terrain und abwechslungsreichem Untergrund bringt er es auf durchaus intensive Einheiten. Einer meiner Standardläufe verlief über die letzten beiden Jahre durch den Hartwald, dessen Profil mir aber nie scharf genug war. Außerdem ist die Strecke jetzt „abgenutzt“, so dass die Motivation  von Zeit zu Zeit über neue Strecke neues Futter bekommt. Schließlich soll Laufen nicht nur zum Abhaken da sein sondern zum Genuß. Das schöne ist ja, das man seine Haus.- und Hofstrecken jedes mal neu erlebt. Jahreszeiten, Tageszeiten, Wetter, Vegetation. Alles ist stetig im Fluss.

Dieser durch und um den Landmannsdorfer Forst verlaufende Track  ist eine solche Hof- und Hofstrecke. Eine neue Standardnummer für 2014. Das Profil ist ansprechend hügelig. Die Landschaft nie gleichbleibend. Es geht in den Wald rein du wieder raus.  Startpunkt der Nummer ist in unweit Rehrohrsbach unterhalb des Waldrandes. Zur Zeit genieße ich ja immens die Tatsache jeden etwas mehr Tageslicht ausnutzen zu dürfen. Während ich losrenne ist die Sonne gerade im Begriff unterzugehen. Sie lässt den kahlen Rand des Mischwaldes golden aufleuchten. Geniale Optik! Fast bereue ich es für die ersten Kilometer wieder im dunklen Wald zu verschwinden und drück auf die Tube um die Abschnitte über freies Land noch unter Sonnenstrahlen erleben zu können.

Mein Weg steigt beginnend erst snaft, dann langsam steiler werden auf den bewaldeten Höhenzug an. Meine Konstitution ist ganz gut. Vermutlich liefert die im Auto verschlungene Milchschnitte feinste Zuckerenergie direkt in die Muskeln. Linker Hand fällt die Hügelkuppe scharf geschnitten Richtung Westen ab und gibt ein paar ganz nette „Tiefblicke“ in die Senken frei. Schräg einfallendes Abendlicht leuchtet den laubigen Waldboden kontrastreich aus. Gleich vom erklommenen „Gipfel“ des ersten Hügels fällt der Weg in das gegenüberliegende Tal ab. Alles nur um gleich wieder den nächsten, schon deutlich steileren und lang anhaltenden Anstieg in Angriff zu nehmen. Angekommen auf dem Rücken des Höhenrückens leiten mich schlammige und von Forstmaschinen tief zerfurchte Wege über eine Lichtung weiter in ein kleines Waldstück zwischen Hinterer Heimat und Malzhausen. Dessen Waldrand folgend fällt die Route in einen sanften optisch ansprechenden Taleinschnitt ab und steigt moderat und später mühsam steil auf eine bewaldete Bergkuppe zwischen Malzhausen und Ziegelbach an.

Die Ausläufer dieser Geländeerhebung sind aussichtsreich. Ich folge dem Waldrand für kurze Zeit ehe mich ein Pfad in die Landmannsdorfer Senke zieht. Inzwischen leuchten die Bäume in den warmen Farben des Sonnenuntergangs. Fast scheint der Wald zu brennen. So schön kann man das eigentlich nur im Winter erleben. Dann, wann Bäume kein Laub tragen. Nachdem ich einige Anstiege auf und in einem weiteren Waldstück hinter mir gelassene habe folgt erst mal offene Flur. Auch hier wieder tolle Stimmungen. Dunkelgrüner Grasboden, rot leichtende Waldränder. Der Chip der Digicam kommt an seine Grenzen. Wellig mit Weitblick renne ich über dieses Wiesenland und vorbei an solitär stehenden rot glühenden Baumreihen. Auf engem Raum schwingt die Landschaft hier in vielen scharf geschnittenen Wellen auf. Die Abendsonne modelliert das Terrain fotogen heraus. Dementsprechend interessant anzusehen und zu laufen ist dieser Teilabschnitt, den ich mit einem, Landmannsdorf vorgelagerten Hügel, über einen langgezogenen Anstieg wieder verlasse.

Hernach fällt der Track zunächst in eine Senke ab und steigt am gegenüberliegenden Rand steil zu einem kleinen Waldstück empor. Hier ein ganz anderes Bild: Die Landschaft ist weiter und großzügiger. Später  passiere ich die Ausläufer des Landmannsdorfer Ortsrands und wende mich schon wieder der nächste Talsenke zu. Inzwischen ist die Sonne verschwunden, nur der Himmel glüht am Horizont noch in den wildesten Farben. Zurück im Wald freue ich mich noch über so viel Restlicht, dass die Stirnlampe im Rucksack verbleiben kann und mach mich an einen weiteren Anstieg. Fast Nacht und der vorletzte Abstieg. Es ist ein hübsches, für diese Gegend auffällig hügeliger Teil dessen Talboden ich gerade durchlaufe um mich an den letzten Anstieg zu machen. Ein Trailabschnitt durch den Wald geht gerade noch so ohne Stirnlampe. Dann spuckt mich der Pfad auf den letzten Teil zurück zum Auto aus.

15,5km, 320hm

2 Antworten

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  1. Steve said, on 12. Februar 2014 at 20:24

    Krasse Farben!


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