koppdaniel.wordpress.com

Durchs Staudenherz

Posted in # Hügelland [Laufen] by koppdaniel on 15. Juni 2014

P1100268

Durchs Staudenherz Ein wirklich wunderschöner Lauf durch die Westlichen Wälder. Die Strecke habe ich so gelegt, dass viele schöne Panoramaabschnitte und Aussichtspunkte erlaufen werden. Außerdem sorgen die zahlreichen Anstiege und Steilrampen für eine hohe Intensität. Auf 27km sammelt die Nummer 700 Höhenmeter auf. Die Tatsache das mir auf der Strecke gerademal 3 Spaziergänger, 2 Biker und eine Reiterin über den Weg liefen offenbart wie genial sich diese Ecke zum Abschalten eignet

27km, 700hm

Der anstrengende Rundkurs durch die Westlichen Wälder startet bei der „Mickhauser Alm“, hier lässt es sich nach Abslovierung des Laufs zu einem gemütlichen Ausklang im Biergarten oder der Wirtsstube gut aushalten. Bemerkenswert: Schon am Startpunkt bietet das sich auffaltende Schmuttertal einen schönen Panoramablick – das macht Lust auf mehr. Sanft bettet sich die 70m tieferliegende Staudengemeinde Mickhausen in die liebliche Hügellandschaft. Das diese sanften Hügel jede Menge prozenthaltiger Anstiege bieten und es richtig in sich haben können erfährt der geneigte Läufer im Laufe der Tour.

Zunächst folgt die Strecke den westlichen Ausläufern des Schweizerholzes in welliger Manier. Immer wieder geht es auf und ab, steilweise schwingen die Anstiege steil auf, richtig eben läuft man nie, aber man kann’s noch locker nehmen. Gut auch das sich die Hitzewelle der vergangenen Tage inzwischen deutlich abgekühlt hat. Bei rund 22°C laufe ich effektiv dahin, bei 32°C wird diese Strecke zur Selbstgeiselung. Für ein paar Kilometer verschwinde ich im schattigen Wald, ehe mich der Track auf einen aussichtsreichen Hügelausläufer entlässt, dessen Kammkrone ich sanft abfallend bis nach Münster folge.

Unten angekommen geht’s kurz durch die Ortschaft, es ist aber eines der wenige male, dass die Schuhsohlen in Kontakt mit Asphalt kommen und dieses Intermezzo ist demenstprechend kurz. Gleich gegenüber des Ortsrand läuft man nun dem Waldrand zu, der einen langen steilen Anstieg kaschiert. Angangs beträgt die Steigung gut 20% flacht aber in Richtung des Gipfels immer weiter aus. Für ein Stück folgt man dem Höhenzug entlang seiner Höhenlinien, nimmt einen weiteren Antieg über einige Serpentinen in Kauf und kreuzt das Höhenplateau anschließend eher unspektakulär bis zum Abstieg Richtung Rielhofen.

Es ist ein landschaftlich schöner Abstieg zwischen zwei links und rechts gelegenen bewaldeten Hügelausläufern der zurück ins Schmuttertal leitet. Darauf folgt ein schattenloser, sich zäh in die Länge ziehender Anstieg auf den gegenüberliegenden Hügel. Er liegt prozentual in  genau dem Bereich, mit welchem ich so meine Schwierigkeiten habe. Zwischen 4 und 8% kann weder die Flachlandtechnik richtig ausleben noch in den Berglaufschritt verfallen, was derartige Anstiege mitunter recht nervig gestaltet kann.

Irgendwann kommt man immer oben an, und der erklommene Hügel wird gleichdarauf überschritten. In einem großzügigen Bogen fällt der Weg eine auffallend senkrecht abfallende Steilwand durchqreuzend in das Schweinbachtal ab. Derartige prägnante „Steilwände“ sind in den Westlichen Wäldern selten anzutreffen. Leider war das Landschaftsbild aufgrund des starken Licht-Schattenkontastes im Wald nicht fotogen ablichtbar.

Das anschleißende Teilstück bietet für einige hundert Meter Zeit zum Pusteholen, es geht entlang des Schweinbach flach dahin, rechts schwingen die Hügelflanken steil bergan und spenden Schatten. Einen Moment später wird das Tälchen durch- und der Bach quert um den langanhaltenden Anstieg auf den Bahrenberg in Angriff zu nehmen. Rund 70m über dem Talnivau gelegen bietet dieser Berg einige schöne Aussichtsmöglichkeiten über das Grün der Wiesen hinüber nach Grimoldsried, zum Buchberg und zum Lenzenberg.

Hernach wirds „allgäulike“. Unweit Waldkertshofen darf man sich über eine reichhaltig mosaikartig strukturierte Landschaft aus Wäldern und Wiesen mitsamt weidenden Braunviehs. Diese vollkommene Glückseeligkeit währt allerdings nur bis zum nächsten Anstieg. Die fiese Rampe auf den Burgberg lässt die Schweißdrüsen dahinschmelzen, entlohnt oben angekommen aber mit einem fantastischen Ausblick auf das romantisch im Neufnachtal gelegene Walkertshofen. Der schönste Moment der Tour.

Parallel zum Ort wird der oberhalb gelegene Wald durchquert. Angekommen an dessen Rändern tut sich erneut eine geniale Schau auf:  Das Neufnachtal mit dem prägnant aufgragenden Kapellenberg. Und in genau dieses Neufnachtal gehts jetzt runter um den Berg zu erklimmen. Der Anstieg ist langanhaltend und teilweise richtig bitter steil, hat aber trotzdem seine Reize. Denn bevor man im Wald verschwindet kann  nochmal der entegengesetzte und nicht minderschöne Weitblick Richtung Walkertshofen genossen werden.

Der ersehnte Höhepunkt ist erreicht wenn man die Ortschaft Oberrothan durchläuft, sie Sitz quasi direkt auf dem Gipfel des Berges. Und ja, nach all den absolvierten Bodenwellen und Hügeln schmerzen inzwischen die Beine. Der Abstieg zurück in Tal tut jetzt gut, zu unterschätzen sind aber auch die Abstiege nicht, beanspruchen sie doch die großen Oberschenkelmuskel, was auf Dauer ermüdend ist. Nach einem weiteren An- und Abstieg wird ein hübsches Panoramateilstück erreicht, dass einen herrlichen Blick nach Langenneufnach auftut. Die hübschen Ausblicke können nicht darüber hinwegtäuschen, dass unterdessen eine steile Rampe hinauf den „Hummel“ zu erlaufen ist.

Oben angekommen wird die Schabmünchner Straße überquert und ins nächste Tal zum Bucherhof runterrant. Was folgt ist die letzte Rampe, doch die hat nix zu verschenken und schwingt zum Finale nochmal ekelhaft steil in die Höhe um mich Richtung Michkauser Alm am Startpunkt zu entlassen.

 

 

 

 

 

 

2 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. midlifecrisis65 said, on 15. Juni 2014 at 20:19

    Sehr schön! Ein Sommertraum 😎

    • Daniel Kopp said, on 17. Juni 2014 at 09:36

      Genauso ist es. Und das mit verträglichen Temperaturen. Da machts Spaß.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: