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Steil für a Weil – Berglauf über den Sommerweg auf Hörnle

Posted in # Bergland [Laufen] by koppdaniel on 21. Juni 2014

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Steil für a Weil – Berglauf über den Sommerweg auf Hörnle Ok, wie man sieht, sieht man nix. Sprich, dass Wetter war gestern bescheiden. Die Wolkenbasis hing tief und sorgte für neblige Stimmung. Außerdem gingen immer wieder Regengüsse nieder. Gut, dass hat zumindest den Vorteil mehr Ruhe genießen zu können, schließlich fahren kaum Leute mit dem Sessellift rauf oder gehen zum wandern bei dem Wetter.

Der „Sommerweg“ macht seinem Namen heute zwar nicht die beste Ehre,ist aber er ist direkt und steil, zumindest bis zur Hörnlehütte. Gleich nach dem Wanderparkplatz läuft man einen wurzeligen Pfad entlang, ehe man für einige Meter einem uninteressanten Fahrweg der aber nach kurzer Zeit zugunsten des Sommerwegs verlassen wird. Und dann wird’s schon zach. Der anfangs breitere Schotterweg wird Richtung Waldrand immer steiler, schmäler und ruppiger. Durch den Wald schlängelt er sich schlussendlich als hübscher Wanderpfad, gut laufbar, aber zu leicht macht er es einem nicht.

Nachdem man das ganze Ding ein Weilchen gerannt ist zieht der Weg deutlich stärker an, kreuzt den Fahrweg, wo er kurz etwas flacher wird, nur um einen Moment später, parallel zur Liftschneise, nochmal richtig giftig zu werden. Dieses Teilstück dürfte dann wohl das heftigste der Strecke sein. Nachdem man auch noch die nachfolgenden Schleifen zur Skipiste hinter sich gebracht hat fallen ein paar Prozentpunkte weg, steil bleibt’s aber trotzdem und zwar bis zur Hörnlehütte. Die erreicht man kurz nach einem weiteren Waldstück.

Normalerweise sitzen auf der Sonnenterrasse allerlei Leute und lassen sich’s gut gehen. Heute stattdessen pfeift ein kühler Wind und ergiebiger Regen setzt sein. Um das Gipfelziel – das Hintere Hörnle – zu erreichen, ist es notwendig dem gesamten Bergrücken ausgehend von der Hörnlehütte zu folgen. Der Weg ist nun wieder breiter und mehr wellig als bergig was Möglichkeit bietet bis zum finalen Schlussanstieg den Puls zu senken, Kräfte zu regenerieren und wieder Puste zu finden.

Die letzten Meter bis zum Grasgipfel des Hinteren Hörnle schwingen schließlich nochmal steiler auf. Man verlässt den breiten Weg und folgt jetzt einem sich nach oben schlängelnden Trail. Normalerweise wäre jetzt ein geniales Pano zu genießen. ammergebierge, Wettersteingebirge, Estergebirge, Alpenvorland samt seiner Seen und so. Aber da wäre ja der eingangs erwähnte Umstand zu berücksichtigen.

Auf dem Gipfel ist dann, welch Wunder, nix los. Warum auch. Der Wind peitscht ekelhaft und ungebremst vom Alpenvorland gegen’s Gesicht und verwandelt Regentropfen in kleine Geschosse. Dieses kostenlose Naturpeeling lass‘ ich nicht lang über mich ergehen und renn wieder runter. Fertig ist ein kürzerer aber effektiver Trainings-Berglauf.

 

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