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Hügellauf Heckenberg (Naturpark Ausgburg Westliche Wälder)

Posted in # Hügelland [Laufen] by koppdaniel on 21. Juli 2014

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Hügellauf Heckenberg (Naturpark Ausgburg Westliche Wälder) Der Track um den Heckenberg ist ein echter Knüppel. Auf etwa 28 hügeligen Kilometern bringt es die Strecke auf 800hm, dass heißt es geht ohne Unterlass auf und ab. Dabei versteckt sich so manch giftiger Anstieg im Höhenprofil, was ich bei der Kartenstudie mit Blick auf die Abstände der Höhenlinien zunächst gar so erwartet hatte. Mitunter bietet der Kurs richtiges Kannada-Feeling. Tanne um Tanne, Fichte um Fichte, eine sich weit auffächernde Hügellandschaft. Kein Mensch.

Der Track um den Heckenberg ist ein echter Knüppel. Auf etwa 28 hügeligen Kilometern bringt es die Strecke auf 800hm, dass heißt es geht ohne Unterlass auf und ab. Dabei versteckt sich so manch giftiger Anstieg im Höhenprofil, was ich bei der Kartenstudie mit Blick auf die Abstände der Höhenlinien zunächst gar so erwartet hatte. Mitunter bietet der Kurs richtiges Kannada-Feeling. Tanne um Tanne, Fichte um Fichte, eine sich weit auffächernde Hügellandschaft. Kein Mensch.

 

Los geht’s am Gemäuer der alt ehrwürdigen Klosteranlage Ovberschönenfeld, gelegen am Ausgang des Schwazachtals, dass parallel durch einen Hügelzug getrennt vom Anhauser Tal liegt. Genau dieser Höhenzug und seine Ausläufer werden heute mein Spielplatz sein. Vom Grund des Schwarzachtals ragen die Kammkronen an den höchsten Stellen bis zu 100m auf. In voller Differenz lässt ich dieser Höhenunterschied läuferisch aufgrund des Wegenetzes zwar nicht bezwingen, aber 90hm am Stück sind möglich. Meisten überwinden die Anstiege jedoch nur zwischen 50 und 70hm. In Kombination und um die Gunst des Wettergottes mit über 30°C versüßt wird so eine fordernde Sache draus.

 

Leider stellte sich aufgrund des sonnigen Wetters und kontrastreichen Schattenfalls die Gopro als nicht idealer Wegbegleiter heraus, weshalb die Fotoauswahl etwas geringer ausfällt. Als erstes gilt es die Hubbertusquelle zu erreichen. Über den sogenannten Büßerweg, der gleich zu Beginn der Tour zeigt was Sache ist. Bitter steil zieht der schmale Pfad bergan. Weiter geht’s mehr oder weniger wellig bis der Weg steil ins Engelbachtal abfällt. Noch bevor der Talgrund erreicht ist verlasse ich den Fahrweg zugunsten einen Trails der zuerst durch Wald und anschließend über Weideflächen zum Engelhof leitet. Auch hier wieder in zacher Anstieg zurück auf die Hügelkrone und der Hochstraße ein Stück folgend bis ein Abzweig ins Anhauser Tal folgt. Der flachere Abstieg stellt mir noch ein paar kleinere Gegenanstiege in den Weg ehe ich mich in praller Sonne dem Anhauser Tal folgend der nächsten Steilrampe entgegenkämpfe.

 

Der anschließende Anstieg hat‘s in sich. Er fängt fies an, flach aus und endet richtig fies. Dafür bietet er ein paar schöne Weitblicke über die Naturparklandschaft. Auch das nachfolgende Teilstück ist schön. Durch weitläufige Hügel schlängelt sich die Strecke immer wieder durch hübsche Taleinschnitte, fällt noch einmal ins Anhauser Tal zurück um sich anschließend wieder dem Heckenberg zuzuwenden. Was nun folgt ist eine Hügelfolter ohne Pause. Eine Rampe folgt der anderen. Inzwischen sind die Temperaturen recht fleißig nach oben geklettert, was vor allem die schattenlosen Kameraden echt heftig gestaltet. Jeder unter Baumkronen verlaufende Abschnitt kommt einem Befreiungsschlag gleich. Das Wasserniveau in meinem Trinkrucksack neigt sich dem Ende zu.

 

Dann eine etwas ungewöhnliche Begegnung. Ein Reh geht mit mir auf Tuchfühlung. Anfangs, als mir das Tier immer näher kommt und mich beschnüffeln will, kann ich die Situation noch nicht einschätzen. Könnt ja sein es hat Tollwut, doch dann entdecke ich ein Halsband. Offensichtlich scheint es an Menschen gewöhnt zu sein. Es folgt mir noch einige hundert Metern, rennt mir immer wieder hinterher, gewinnt wieder Abstand und gibt wieder Vollgas um aufzuschließen. Eigentlich ein ganz cooler Laufpartner.

 

Für mich geht’s unterdessen ans letzte Drittel. Ich bin jetzt auf der Nord/Westseite desHöhenzugs unterwegs und komm überwiegend in den Genuss von Schatten. Zwar steht die Luft schwül im Wald, aber es fühlt sich definitiv besser an als in der prallen Sonne zu darben wie ein Hähnchen im Drehofen. Apropos Hähnchen, inzwischen hab ich schon ganz schön Federn gelassen. Heiße Bedingungen setzen mir immer ziemlich zu, keine Ahnung woran‘s liegt. Am Ozon vielleicht? Jedenfalls gestalten sich die Anstiege jetzt zunehmend schwerfälliger. Erlösende Erfrischung finde ich an einer eifrig sprudelnden Quelle unweit des Klosters. Ich schätze mal das ich dort fast zwei Liter weg geext habe. Die eiskalte Kopfdusche wirkt für die letzten Kilometer nochmal belebend.

heckenberg

28km, 800hm

2 Antworten

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  1. Steve said, on 21. Juli 2014 at 20:57

    Hitzeschlacht mit krassem Höhenprofil…krasse Action!

  2. Deichlaeufer said, on 21. Juli 2014 at 21:57

    An Tollwut hätte ich auch zuerst gedacht. Aber ein Reh mit Halsband ist zwar nicht gerade die Norm, aber sicher ein Grund zur Entwarnung 😉 So einen Laufpartner hat man auch nicht alle Tage 🙂


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