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Runde um den Meringer Hartwald

Posted in # Wellenland [Laufen] by koppdaniel on 20. November 2014

Runde um den Meringer Hartwald Die Fotoausbeute wird nun zunehmend geringer, finden die Einheiten unter der Woche inzwischen ausschließlich in Dunkelheit statt. Mystisch fühlen sich diese Läufe an, wenn man mutterseelenallein durch den Wald und über die Flure streift und wenig bis gar nichts hört außer die eigenen Schritte, deren Takt die Einfachheit dieses Sports passend wiedergibt.  Man verliert sich in der Masse der Dunkelheit, dem drückenden Schwarz das alles schluckt, eine Landschaft die unwirklich fast unmerklich an einem vorbeizieht. Nur die dunkel vor dem Horizont sich abbildenden und Baumwipfel in ihrem Wechselspiel und der unter mir ziehende Untergrund, mal ansteigend, mal abfallend, lassen den Eindruck der Fortbewegung zu. Das Wesentliche reduziert sich auf den Lichtkegel der Stirnlampe, der den Weg vor meinem Füßen einem Scanner gleich detektiert oder sich in der Weite der Flure oder dem Gehölz des Waldes verliert. Einem Dampfross gleich stoße ich die Ausatemluft qualmend in die feuchte Nacht. Immer wieder leuchtende Augenpaare im düsteren Wald. Rehe verharren im Unterholz. Zu den schönsten Begegnungen zählen für mich aber jene mit den majestätischen Eulen. Meist hört man sie nur rufen, manchmal -mit viel Glück – verirrt sich eine in den Lichtstrahl der Lampe. Erst neulich durfte ich eine Schleiereule aus nächster Nähe in einem abgeernteten Maisfeld beobachten. Wie sie auf erstaunliche geringe Distanz zu mir immer wieder von Stock zu Stock flog. Die Nacht nimmt das Licht und gibt doch soviel zurück.

7 Antworten

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  1. Deichlaeufer said, on 20. November 2014 at 21:34

    Schön beschrieben. Und etwas kurze Hose geht bei Dir ja auch noch! 😉

  2. DocRunner said, on 21. November 2014 at 06:46

    Die Eindrücke sind noch intensiver, wenn man die Stirnlampe ausschaltet…ich mag es und Du hast die Vorteile ja schon aufgezählt 😉

    Salut
    Christian

    • Daniel Kopp said, on 21. November 2014 at 06:51

      Ja das stimmt, mach ich auch immer wieder. Z.B. wenn das Mondlicht ausreichend hell ist oder die Wolkendecke das Licht einer Gemeinde oder Stadt reflektiert.

      LGD

  3. Steve said, on 24. November 2014 at 19:05

    Inspirierend…danke!

  4. A. S. said, on 2. März 2016 at 16:05

    Schon mal an das heimische Wild (Vergrämung) bzw. Wildschwein jagende Grünröcke gedacht?

    • koppdaniel said, on 2. März 2016 at 17:08

      Sie wollen mich also davon über zeugen das der Grünrock beim Wild beliebter ist als ich. Der fährt sogar noch mit dem Auto nachts durch den Wald..


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