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Selfie Helper

Posted in Ausrüstung by koppdaniel on 8. Dezember 2014

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Selfie Helper Mittlerweile hab ich ne ganze Menge unterschiedlicher Befestigungsmöglichkeiten für die Digicam durch die es ermöglichen ein paar Selbstauslöser-Schnappschüsse bei meinen Läufen zu machen. Da die Cam samt Befestigssystem relativ häufig dabei ist habe ich mittlerweile schon zig Kameras und Stative verschlissen. Für Kamera-Nachschubs sorgt eBay-Gebrauchtmarkt, seit Smartphones immer bessere Bildqualitäten erzielen sind für viele Menschen Digicams überflüssig geworden und so zu günstigeren Preisen erhältlich. Bei den Stativen bin ich experimentierfreudig und kaufe mir fast immer eine neue Lösung. Man kann also behaupten, jetzt, nach 6 Jahren Laufbloggerei liegt ein gewisser Erfahrungsschatz vor, den man Teilen kann. Interessanterweise bietet der Markt eine relativ hohe Anzahl unterschiedlicher Lösungen Kameras an allen möglichen stativartigen Gebilden zu befestigen. Vor allem in den Tiefen von Amazon stößt man dabei auf so manches Kuriosum. Nicht zuletzt wegen boomender Absätze bei Actioncams a la Gopro stellt der Markt inzwischen viele Möglichkeiten bereit. Längst habe ich noch nicht alle durch und bestimmt schlummert das Knallerstativ noch als ultimative Lösung unentdeckt vor sich hin. 

Gorillapod, der Klassiker Auf der Suche nach einem flexiblen Stativ landet man zuerst meist beim Gorillapod und seinen mehr oder minder guten Nachbauten. Im Grund handelt es sich dabei auch um sehr ein gutes, super flexibles  System, dass eine zuverlässige Befestigung an nahezu allen Gegenständen zulässt und je nach Größe auch gut während des Laufens in der Hand mitzuführen ist. Befestigt lässt sich der Bildausschnitt gut über die Verformbarkeit des Stativs und den kleinen Kugelkopf einstellen. Nachteilig war bei dieses Stativen immer die Haltbarkeit, sowohl beim Original als auch bei den Billignachbauten. Die Kunststoffe werden durch Witterungseinflüsse und Schweiß geschwächt, nach und nach setzt sich Schmutz in den Kugelpfannen ab und lässt diese schlechter beweglich werden. Irgendwann brechen die Gelenke an ihrer Schwachstelle, den schmalen Angüssen zwischen den Gliedern. Auch wenn die Teile nicht allzu lange halten sind sie aufgrund der faieren Preise doch eine Empfehlung wert. Führt man sie nicht auf jedem Lauf mit dürfte man relativ lange Freude damit haben.

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Bild: Joby Gorillapod

 Flexstativ Die flexiblen aber nicht mit einzelnen Glieder ausgestatteten Beine dieser Ministative sind schon etwas haltbarer. Die Ausführung entspricht im Grunde dem eines klassischen Stativs, mit dem Unterschied das sich die Beine bis zu einem gewissen Grad deformieren lassen. Allerdings weißen die Beine auch eine gewisse Rückstellkraft aus, will heißen, das verformte Bein hat den Drang in seine Ausgangsposition zurückzufedern. Dadurch lässt sich das Stativ nicht so flexibel handhaben wie der Gorillapod und ist infolge schwieriger an kniffligen Gegenständen (dünne Äste, etc…) zu befestigen. Die Einsatzmöglichkeiten bleiben so in erster Linie auf waagechte Situationen beschränkt was es eigentlich zu einem einfachen Aufsteller degradiert. In der Handhabung ist das Ding aber recht dankbar, es ist leicht und aufgrund der kleinen Bauweise angenehm mitzuführen. Der kleine Kugelkopf arbeitet fast so gut wie bei seinen professionellen Genossen, zumindest mit einem Augenzwinkern, für kleine Digicams reicht es allemal. Selbst habe ich mir das Teil inzwischen zweimal gekauft, einmal verlor ich die Fixierschraube des Kugelkopfs, einmal brach ein Beinchen am Gelenk aus.

 

flexstativ

Bild: Somikon ultraflexibles Dreibeinstativ

 Wurfstativ Dieses Ausführung ist ziemlich raffiniert. Man führt das Stativ in zusammengefalteten Zustand mit sich, dabei es ist durch eine umwickelte Kordel gesichert. Ergibt sich eine Fotosituation öffnet man die über einen Knoten eingehängte Kordel und lässt die Beine nach unten fallen. Die Segmente sind durch Gummizüge miteinander verbunden und bauen sich durch den Zug des Bandes selbst auf. Der Vorgang geht sehr schnell und funktioniert zuverlässig. So kommt man in Windeseile zu einem stabilen Standpunkt für die auf dem Kugelkopf montierte Digicam. Eine Befestigung an Gegenständen ist mit diesem Stativ nicht möglich, es ist ein reines Singleteil, welches Selbstauslöseraufnahmen an jedem Ort erlaubt, der sonst keine Befestigungsmöglichkeiten für normale Ministative böte. Nachteilig ist lediglich, dass das Bild immer aus der gleichen Höhe geschossen wird, was, wenn viele Selfies geschossen werden, schnell langweilig werden kann. Vorteil: Es geht einfach überall und wie es der Teufel so will ergeben sich die schönsten Fotoszenen ja oft genau dort wo kein Befestigungspunkt für andere Stative zur Verfügung steht. Leider hat das Ding auch zusammengefaltet noch eine recht imposante Größe und leider für das Laufen zu hohes Gewicht. Ich nutzte das Stativ daher nur bei Läufen bis 15km, für alles drüber war das Ding zu unkomod. Nach einiger Zeit brach einer der Füße an seinem Ursprung des Tripods aus.

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Bild: Tamrac Zip Shot Mini

 

Teleskopstativ Die Funktionsweise ist ähnlich der eines Teleskopstocks, dass bedeutet, die Glieder sind nicht über Spanner justiert die einzeln geöffnet und geschlossen werden müssen, sondern die Handhabung geschieht über einfaches Herausziehen. Die Fixierung des Systems erfolgt selbstständig über gefederte Kugel die arretieren und ab einer gewissen Kraftbeaufschlagung zurückweichen und die Bewegung freigeben. Die Vor- und Nachteile entsprechen in etwa denen des Wurfstatives. Auch hier wirkt sich das zu hohe Gewicht und die Baugröße negativ aus. Mehr Wahlmöglichkeiten bestehen bei der Auswahl des Bildausschnitts, da durch segmentweises Ausziehen in der Höhe variiert werden kann. Dieses Stativ war, wie es sich für Cullmann gehört, mit einem massiven metallischen Kugelkopf ausgestattet. Da sich nach und nach Schmutz in den Glieder absetzt und diese schwergängiger macht was bei Ausziehen einen gewissen Kraftaufwand erfordert, riss irgendwann ein Bein im Bereich der Kugel-Arretierung aus

 

teleskopstativ

Bild: Cullmann 50008 Digipod
Schlingstativ Ein sehr einfaches Teil das günstig zu haben ist und aufgrund der primitiven Machart auch kaum kaputtgehen kann. Das flexible Schlingteil lässt sich grundsätzlich überall befestigen worum es sich knoten lässt. Man kann es auch so verbiegen das es als Aufsteller durchgeht, allerdings ist das Ergebnis immer eine recht wackelig Geschichte. Da die Schlinge aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit immer den Drang hat sich zurückzustellen und zu federn und auch das Gewicht der Kamera als dritte Unbekannte ihren Anteil nimmt ist die Einstellung des Bildausschnitts fummelig und nervig. Von Vorteil ist die Kompaktheit und das geringe Gewicht des „Stativs“

schlingstativ

Bild: Baxxtar® Action

Tischstativ Ein Metallstativ mit federnden Beinen. Um die Handhabung zu verbessern könnte man es mit noch zusätzlich einem kleinen Kugelkopf aufrüsten, ohne handelst es sich mehr um einen einfachen statischen Aufsteller ohne Gimmicks. Diese Dinger können recht klein sein, sind nicht allzu schwer und lassen sich deshalb gut in der Handmitführen. Ihr Einsatzgebiet beschränkt sich überwiegend auf möglichst planare waagerechte Auflagen, hin und wieder ist es aber auch möglich das Ding an einem Ast oder ähnlichem einzuhängen. Aufgrund der wenigen Einstellmöglichkeiten und der Tatsache das das Stativ nach geraumer Zeit Rost angesetzt hat würde ich es mir kein zweites mal kaufen. Positiv: es hält schon recht lange und ist unempfindlicher als die Kunststoffstative.

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Bild: Hama Ministativ

 Klemmstativ Aktuell habe ich ein Klemmstativ im Test. Das Teil wirkt schon recht ausgereift, ist aus Metall gefertigt und fühlt sich massiv an. Nachteilig ist sicherlich das Gewicht, ein Umstand den ich aber in Kauf nehme, weil sich das Stativ in der Handhabung bisher als sehr gut bewies. Im Grunde besteht das Stativ wie jedes andere aus drei Beinen. Zwei davon sind i Zusammenspeil ein Klemm-Mechanismus. Die „Schere“ lässt sich mittels Schraube fixieren, um den Halt an Gegenständen zu verbessern ist eine weitere Einstellschraube vorhanden. Diese ermöglicht die Einleitung einer Anpresskraft und verbessert so die Klemmwirkung. Das dritte Bein dient der Abstützung, so ist es beispielsweise möglich das Stativ auch an Vertikalen Gegenständen festzuklemmen. Der Bildausschnitt kann über einen Kugelkopf ausgewählt werden. Ein recht ausgeklügeltes Gerät also, dass bis jetzt ganz gut funktioniert. Mal schauen wie lange es hält.

stativ

Bild: Somikon Tripod Klemmstativ

Wie gesagt, dass Internet ist unerschöpflich und die nächsten Entdeckungen habe ich schon gemacht. Vom Testergebnis her gibt es keinen klaren Sieger. Jedes Stativ hat seine Vor- und Nachteile, am praktikabelsten sind die mit kleiner Bauweise und geringem Gewicht. Komplett auf Minimalismus zu setzen macht an dieser Stelle wenig Sinn, zu sehr reduziert man die Möglichkeiten das Stativ vielseitig einzusetzen. So fair muss man sein: die Haltbarkeit wird bei allen aufgrund des fordernden Einsatzes deutlich verkürzt. Temperaturwechsel, Schweiß und Schmutz sowie häufiger Einsatz stellen eine Art geraffte Alterung dar. Der 08/15-Anwender, welcher das Stativ hin und wieder mal im Urlaub oder bei Ausflügen nutzt in der Regel lange daran Freude haben.

 

Für mich geht die Erfahrungssuche unterdessen weiter. Die nächsten Prüflinge habe ich schon ins Auge gefasst…

2 Antworten

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  1. Deichlaeufer said, on 8. Dezember 2014 at 15:11

    Da hast Du ja schon einiges an Stativen verschlissen. Mich würde es allerdings stören während eines gesamten Laufes Kamera und Stativ in der Hand zu halten. Ich stecke sogar die Digicam immer weg.

    Inzwischen ist mein Auge auch geschult auf Standmöglichkeiten für die Kamera. Allerdings ist mein Laufareal ja auch nicht so abwechselungsreich wie Deines.

    Am besten würde ich, glaube ich, noch das Schlingstativ finden. Schade, dass es so störrisch ist.

    • Daniel Kopp said, on 9. Dezember 2014 at 06:20

      Ist ne Angewohnheit. Wenn ich die Kamera jedes mal aus der tasche ziehen müsste würde ich Wahnsinnig werden. Ich mach unterm Laufen ja ständig irgendwelche Bilder.

      Es gibt auch Zeiten, da Laufe ich ohne Stativ, dann ist es aber meistens so, dass en den Punkten wo ich gerne ein Bild machen würde nix als Auflagepunkt dienen kann.

      LG


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