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Trail & Track um Reinhartshofen (Naturpark Westliche Wälder)

Posted in # Hügelland [Laufen] by koppdaniel on 25. April 2015

P1030347 Trail & Track um Reinhartshofen (Naturpark Westliche Wälder) Eine alte Strecke die ich immer wieder gerne Laufe. Giftige Steilrampen, schöne Wege, Trails und eine schöne Landschaft – es gibt alles was ein gelungener Lauf braucht. Ich habe die alte Strecke jetzt noch um einige Trails erweitert. Wird immer genialer das Ding.

Quasi am Hangfuß des Naturparks unterhalb Reinhartshofen geht’s auf grünen Wiesen los. Der Track macht keine langen Umschweife. Schon nach 5m findet man sich in einer schweißtreibenden Steigung wieder, die im Verlauf immer steiler wird. SO verschwindet man erstmal für ein kurzes Stück im Wald ehe man auf dem Hochplateau wieder in sonnige Wiesen ausgespuckt wird. Da fällt auf, der Frühling wird jetzt bedeutend bunter. In sattem gelb erstrahlen die Löwenzahnwiesen, dahinter mischt sich in den Mischwald immer mehr Blattgrün.

Auf dem Höhenzug renn ich ein bisschen entlang, dann zieht mich ein abermals steiler Abstieg wieder hinab ins Wertachtal. Anschließend ein feines, sich durch alte dicke Baumbestände schlängelndes Wegstück, gefolgt von sonnendurchfluteten Wiesen. Nur für einen kurzen Moment folge ich so dem Wertachtal entlang der Hangausläufer, da schon der nächste Anstieg zurück in den Wald und auf den Leitenberg auf mich wartet.

Der ist wirklich fies. Fängt flach an und wird im Wald bitter steil. Rund 30% pumpen jetzt den Oberschenkel auf. Vom Wegrand aus lacht mir ein bunter Teppich bestehend aus lila Veilchen und weiße Buschwindröschen zu – pure Ironie in eine derartigen Kampfsituation. Na ja, irgendwann hat man auch diese Steilrampe erobert und folgt dem Höhenzug auf einer Hochstraße. Ideal um das System wieder runterzufahren.

Nun wendet sich der Track der anderen Hügelseite zu. Sie fällt lieblicher und sanfter ab als die süd-ostseitige. Letzte Überbleibsel des Sturms stellen mir in Form umgeworfener Bäume noch einige Hindernisse in den Weg. Den ein oder anderen, sich in den Baumkronen anderer Bäume verfangenen und gefährlich in Schräglage hängenden Aspiranten unterquere ich mit mulmigem Gefühl. Wenn der sich löst war’s das mit bloggen.

Ein idyllisch am Hangfuß und im Mischwald gelegener Weiher beendet dieses beängstigende Szenario. Ich erreiche nochmal eine sonnige Lichtung und verschwinde erneut im Wald um wieder aufzusteigen. Ein langanhaltender niedrigprozentiger Anstieg. Einer wie ich sie nicht so mag weil man weder Richtig in den Berglauf- noch in den Flachlandmodus schalten kann. Irgendwas dazwischen, was irgendwie zu viel Kraft kostet.

Die Mühen werden im nachfolgenden Abstieg belohnt. Es folgt ein wunderschöner Abstieg durch schön profiliertes Hanggelände. Eine Symphonie aus Licht und frischen Buchenlaub. Inmitten dieser Schönheit nur mein sich romantisch hinabschlängelnder Weg und ich. Unten angekommen geht’s über weniger frequentierte Wiesenwege eine Weile leicht wellig dahin. Dann kommt wieder ein widerlich steiler Anstieg. Ebenfalls wenig frequentiert dafür wird aus dem Fahrweg nach kurzer Zeit ein hübscher Singeltrail.

Nachdem die ekelhafte Steigung überwunden ist kann man einem flacher, den Höhenlinien folgenden Trail entlang rennen. Wenig später zieht der aber wieder an und leitet mich in einen sehr schönen Buchenwaldabschnitt. In vielen Kurven windet sich der Trails um alte Bäume herum, echt edel das Ding. Nicht weniger edel ist der nun anstehende Abstieg auf den Schindelberg. Ein Forstweg zwar, aber ein entzückender. Als Hohlweg beginnend fällt der Weg in weiten Kurven wieder ins Wertachtal hinab. Das Ganze geht durch wirklich majestätische um diese Jahreszeit aufgrund des frischen Laubs hoch attraktive Buchenwaldbestände. Unten verschluckt mich dann ein langes Trailstück. Es folgt dem Hangverlauf im Tal und steigt dann in einem Zickzackkurs mitunter enorm an und führt mich zurück auf die Hangkrone und auf den Schellenberg. Nach einem weiteren eher unspektakulären Teil über Forstwege folgen nochmal Trails. Gut Hardt wird passiert und nochmal ein steiler aber aussichtsreicher Anstieg auf den Mühlberg. Von dort hat man in der Nähe des Mühlweihers einen genialen Aussichtsspot, den man aber kennen muss.

Endspurt: Auf Forstwegen und Trails vorbei am Mühl-, Ziegel-, Ulriken-, Moos- und Angerweiher geht’s zurück nach Reinhartshofen. Gerade im Moment wird der Maibaum aufgestellt. Ein letzter Anstieg auf das Dorf, ein letzter Abstieg zum Auto. Geschafft!

2 Antworten

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  1. Steve said, on 25. April 2015 at 18:37

    Wann kommt denn das TRAIL-Magazin mal für einen Revierguide vorbei?

    • koppdaniel said, on 25. April 2015 at 19:44

      Ich weiß nicht ob die Traildichte das hergibt. Ohne Forstwege geht’s leider nicht.


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