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Berglauf Tegelberg

Posted in # Bergland [Laufen] by koppdaniel on 6. August 2015

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Berglauf Tegelberg Zur Ferienzeit die Gegend der Königsschlösser anzufahren ist für ruhesuchende Naturfreunde natürlich die dümmste aller Ideen. Es wimmelt hier um diese Jahreszeit von Touristen. In diesem Fall hat es mich irgendwie gar nicht gestört, ja sogar eher beflügelt. Beziehungsweise meinen Bergaufpace beschleunigt. Denn, ist im Anstieg viel los, bin ich für meinen Teil geneigt mehr Gas zu geben. Man kann dem also auch Positives abgewinnen.

Den Tegelberg habe ich vor Jahren schon mal „besprungen“. Allerdings außerhalb der Urlaubssaison, was neben der eingangs erwähnten Ruhe auch eine entspanntere Parkplatzsuche ermöglicht. Schon damals wählte ich nicht die Strecke des offiziellen Tegelberglaufs rannte den Schutzengelweg rauf. Der ist zwar steiler und direkter, aber auch kein breiter Fahrweg sondern ein schön angelegter steiniger Wanderpfad mit schweißtreibenden Steilrampen und Serpentinen. Neben diesen beiden Varianten bietet sich auch noch die Skipiste als dritte Aufstiegsvariante an. Hier sollte man aber einigermaßen resistent gegen volle Sonnenbestrahlung und Monotonie sein.

Der Schutzengelweg – ich mag den wohlklingenden Namen schon – ist da versöhnlicher. Die ersten Kilometer verlaufen im Zickzack durch schattigen Wald. Hin und wieder ist dieser lückig genug um schöne Blicke auf Schloss Neuschwanstein frei werden zu lassen. Das Schloss, das sich so wunderbar kitschig in diese Landschaft einfügt. Es wirkt fast so als seinen die Berge um das Schloss gebaut worden und nicht umgekehrt. Im Zoom der Digicam erkenne ich leider auch die Heerscharen von Menschen die da rein wollen in König Ludwigs Traumimmobilie. Die eigentlich geplante Rundtour über die Marienbrücke verwerfe ich nach diesem Anblick und schiebe die Tour auf den Saisonausklang im Herbst.

Ich werde also als Abstieg den Anstieg wählen. Auf Höhe der Rohrkopfhütte verlässt der Schutzengelweg den Wald für ein Stück ehe man auf den von der Drehhütte heraufkommenden Fahrweg trifft. Glücklicherweise wird der Fahrweg zu diesem Zeitpunkt deutlich schmäler und verschwindet zusammen mit mir noch mal im Wald. Je höher man kommt desto schmäler wird der Weg, der schließlich wieder ein Pfad ist. Es wird steiler und steiler aber auch aussichtsreicher. Der hellblaue Forggensee liegt so herrlich gemütlich im grünen Allgäu, nur ein paar Wölkchen ziehen vorüber. Man kann’s gut aushalten. Trotz der zunehmenden Prozente.

Auf einem Zwischensattel erreiche ich langsam die Baumgrenze. Es geht jetzt über einen steinigen Trail mit einigen fordernden Steilstufen und auch die nachfolgenden Naturtreppen die bis kurz unter das Tegelberghaus führen lassen den Puls in die Höhe schnellen. Es ist diese Art Treppe die aufgrund ihrer Taktung blöd zu laufen ist. In Sichtweite des Berghauses wechselt man final nochmal auf einen gut präparierten Fahrweg dem man bis zum platten und verbauten Gipfel folgt.

2 Antworten

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  1. Deichlaeufer said, on 6. August 2015 at 19:44

    Irgendwann hatte ich mich da auch mal als Touri rumgetrieben. Da war es aber schon Herbst und die Menschenmassen erträglich.

    Die Kirche auf dem letzten Bild wird mir ewig in Erinnerung bleiben, da hatte ich mir einen Reifen an einem als Parkplatzbegrenzung daliegenden Baumstein aufgeschlitzt.

    Für mich rätzelhaft, wie man in diesen Bergen im Laufschritt bleiben kann 😉

  2. neckarine said, on 7. August 2015 at 10:07

    Naturtreppen ohne rhythmische Lauftaktung gibt es auf den Isartrails zu Hauf… immer wieder ein besonderes Vergnügen 😉

    Ich liebe diese Gegend. Von den Königsschlößern halte ich mich jedoch eher fern und bleibe mehr drüben bei Pfronten. Als Kind war ich dort mal, da gab´s auch viel touristen, jedoch keine aus Asien. Füssen selbst ist ein schönes Städtchen und lädt zum bummeln „after Trailrunning“ ein.


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