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OUT OF DOOR: Haglöfs Gram Comp II (Test-Zwischenbericht)

Posted in Ausrüstung by koppdaniel on 16. August 2015

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OUT OF DOOR: Haglöfs  Gram Comp II Licht und Schatten bei der seit April im Einsatz befindlichen 2ten Version des Gram Comp. Zur Sommerversion wurde das ausgezeichnete und nur geringe Schwächen zeigende Vorgängermodell überarbeitet. Unter anderem erhielt das Facelift eine neue Außensohle sowie einige kleinere Optimierungen im Bereich des Oberschuhs.

Das damalige „Unpacking“ findet ihr hier als „Out-of-Box“ Beitrag. Dort werden auch die Unterschiede zum Vorgängermodell herausgearbeitet.

Angaben

  • Hersteller: Haglöfs
  • Benennung: Gram Comp
  • Saisonmodell: SS15
  • Testmodell: Herrenausführung, Gr. 46
  • Gewicht: 230g (pro Schuh)
  • Sprengung: ~7mm
  • Testzeitraum (bisher): ca. 5 Monate

Übersicht Haglöfs Gram Comp richtet sich vor allem an Ofroadläufer die einen laufaktiven Trailschuh mit geringer Sprengung aber klassischen Trailschuh-Eigenschaften bevorzugen, einen Allrounder der auch Einheiten auf Forst- und Waldwegen mitmacht. Das leichte Modell (Comp steht für Competition) der Schweden überzeugt mit gutem Grip und einem tollen Sicherheitsgefühl auf schwierigem Terrain. Da Haglöfs zur Asicsgroup zählt kommt die Außensohle von Asics und entspricht der des Asics Gel FujiRacer 3, dass Chassis selbst stammt von Haglöfs.

Verarbeitung Neuzustand Wie schon beim „Out-of-Box“ Bericht angemerkt gibt sich der schwedische Outdoor-Premiumhersteller keine Blöße bei der Verarbeitungsqualität. Die unterschiedlichen Materialen sind sauber miteinander verklebt und vermitteln einen robusten und langlebigen Eindruck.

Am Fuß Der Schuh sitzt auch an meinem, mit breitem Vorderfuß ausgestatteten, Fuß wie eine zweite Haut. Das Gefühl: angenehm, luftig, leicht – ich will rennen; es fallen weder drückende Stellen noch unangenehm rippende Innennähte auf. Dieser Eindruck bleibt auch übe den Testzeitraum bestehen. Die Anpassung an den Fuß gelingt dank der gut durch die mit Textilösen ausgestattete Schnürung einfach und lässt sich gut dosieren was den Druck betrifft. Eine vernünftige Parkmöglichkeit für die Schlaufe hat Haglöfs vermutlich um ein geringstmögliches Gewicht umzusetzen verzichtet. Inzwischen vernäht Haglöfs die Zunge auf einer Seite mit dem Chassis um ein seitliches Verrutschen wie es noch beim Gram Comp I der Fall zu verhindern. Lesson learned.

Performance Ein geiler Schuh. Schon der Vorgänger war top. Und der neue ist in einigen Details sogar noch besser geworden. So ist der ganze Schuh im Vorderfußbereich flexibler gestaltet. Dies erreicht Haglöfs mittels der neuen seitlichen Flexkerben und dem Torsionskreuz im Vorderfußbereich. Einfach, aber effektiv. Ein Kritikpunkt beim alten Modell war der bei Feuchtigkeit nachlassende Grip auf Fels. Auch diesen Punkt darf man als abgehakt betrachten. Denn mit der neuen Außensohle verschafft Asics dem Gram Comp II eine wesentlich bessere Haftkraft als beim Vorgänger. Die Teile sind sticky. Allerdings gehen all diese positiven Aspekte einher mit Einschränkungen bei der Lebensdauer (siehe Punkt Widerstandsfähigkeit/Verschleiß).

Dämpfung Nach meinem Empfinden der bestmögliche Spagat aus Dämpfung, Sprengung, Stabilität und Gewicht. Man kann den Gram Comp auch hervorragend auf langen Kanten über Forstautobahnen jagen ohne einen Bandscheibenvorfall zu riskieren.

Protektion Haglöfs statten den Schuh mit einer gepolsterten Zehenkappe samt hochgezogener Zunge aus. Die Flanken sind mittels zusätzlicher Laminate und widerstandsfähiger Applikationen geschützt. Auch das verwendete Hauptaußenmaterial, ein sehr dicht gewebtes und festes, aber immer noch atmungsaktives Meshgewebe überzeugt. Deutlich verstärkt und Stabilität bietend zeigt sich der Fersenbereich. Kurzum: die Dinger sind gemacht für alpine Trails.

Widerstandsfähigkeit/Verschleiß: Hier fällt der Gram Comp II leider ab. Die Asics Gel FujiRacer Außensohle hält den Belastungen alpiner Trails nicht stand.  Maßgebend ist dabei der Umstand, dass die Verklebung der im Vorderfußbereich um das Torsionskreuz angeordneten Profilfelder teilweise versagt. Offensichtlich ist es die Kombination aus Sollbruchstelle durch das die Außensohle vorne in vier Segmente teilenden Torsionskreuzes, sowie die Belastungsart bei Downhills infolge des Vorderfußbremsens in grobem Gelände. Offensichtlich zerrt der Bodenbelag auf ruppigen Trails derart stark an der Angriffskante des hinteren Vorderfußsegments, dass dessen Verklebung nach und nach aufgibt. Die Folge: Ablöserscheinungen. Das ist schade, gerade weil der Schuh sonst so gelungen ist. Für mich jetzt noch kein Ausfall, da ich’s nochmal anklebe, aber ärgerlich.  Aufgrund der neuen, auf Feuchtigkeit mehr Grip bietenden Gummimischung zeigen auch die Stollen selbst einen auffälligeren Verschleiß als dies noch beim Vorgängermodell der Fall war. Auf bayerisch würde man sagen: „Die radiert‘s runter“. Meiner Meinung nach liegt dieser Verschleiß aber noch im erträglichen Bereich. Und Ansonsten? Kaum Auffälligkeiten. Lediglich kleinere Verschleißerscheinungen beim der innenseitigen Ausstaffierung.

 

 

 

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