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Das Heckenbergbergkonzentrat – Selbstzerstörungsstrecke durch den Naturpark Ausgburg

Posted in # Hügelland [Laufen] by koppdaniel on 19. März 2017

Das Heckenbergbergkonzentrat. Ja ja,is schon wieder ne Weile her, dass ich die Strecke gelaufen bin. Zuletzt im späten Herbst, den ganzen Winter über aber nicht mehr. Zeit also die Gefilde des Heckenbergs im Naturpark Westliche Wälder mal wieder abzutraben. Diesem Miststück an Laufstrecke mal wieder die Ehre zu geben. Geschenk ist dieser Track nicht. Also lenke ich das Auto Richtung Oberschönenfeld und parke es nahe der Zisterzienserinnenabtei unweit des Hubertus-Weihers. Es steht ein rund 23km langer höhenmeterhaltiger Lauf bevor. Obwohl die Kennzahlen eigentlich gar nicht so schlimm klingen, zerlegt mich diese Strecke nahezu jedes mal.

Schade, dass feine Frühlingswetter der vergangenen Tage legt zum Wochenende eine Pause aus.. Während ich den wettertechnisch schlechteren Samstag noch für Hügelintervalle genutzt habe sollte es heute zumindest etwas mehr werden. Die Motivation leidet zwar bei dem grauen windigen Wetter, aber als Schönwetterläufer will man auch nicht gelten. Um sich in Demotivation zu ergehen bleibt ohnedies kein Raum. Schon vom Start weg zeigt die Nummer was in ihr steckt. Über den schmalen „Büßerweg“ gehts vom Talgrund des Schwarzachtals steil bis zur 70m höher liegenden Hubertuskapelle empor und wellige über einige Kuppen und Senken weiter Richtung Hochweg, von wo aus ein Abstieg ins Engls-Tal und schließlich ins Anhauser Tal folgt.

Ohne das flache Tal zum Ausschnaufen nutzen zu können steigt der Verlauf wieder sanft zurück Richtung Hügelkrone an, wobei der Anstieg zum Ende hin immer unangenehmer wird. Es ergeben sich mit gewinnender Höhe ganz nette Ausblicke auf die gegenüberliegenden bewaldeten Hügel. Allerdings wirken sie, wie der ganze Rest auch, noch winterlich grau. Bei fehlender Sonne wirkt der März gleich gar nicht mehr so frühlingshaft.

Oben angekommen renne ich eine kurze Zeit in gerader Richtung gen Norden, ehe ich nach rechts in ein landschaftlich schönes Teilstück zurück ins Anhauser Tal abbiege. Zuerst gehts ordentlich bergab, dann wird die Sache nach und nach flacher. Auch hier tut sich eine tolle Schau über die Naturparklandschaft auf. Da weite Teile gerodet wurden tritt die prägnant gewellte Gegend mitsamt ihrer Waldungen hier besonders auffällig hervor.

Unten angekommen folge ich dem Anhauser Tal kurz und steige über den nächsten Anstieg wieder auf und überschreite den Hügel ins Nachbartal, wo eine weitere Steilrampe und ein erneuter Abstieg auf mich warten.  Die nächste „Wand“ wird dann schon ekelhafter. Die Oberschenkel müssen ganz ordentlich pressen und die Unterschenkel kraftvoll stoßen um den steilen Anstieg zu bestehen. Hernach falle ich ein letztes mal zurück ins Anhauser Tal und nimmt kurz vor der Waldgaststätte einen sehr giftigen Anstieg um diese Talseite entgültig zu verlassen. Der mühsame Wanderpfad mündet auf halber Höhe in einen Fahrweg der nach einem kurzen Verschnaufstück erneut ordentlich aufschwingt und mich endlich auf einen flachen Trail entlässt.

Nun wendet sich die Strecke also der dunkleren, stärker bewaldeten Seite des Schwarzachtals zu. Etwa die Hälfte des Laufs ist jetzt abgespult, doch die folgenden An- und Abstiege werden keinesfalls einfacher. Eher im Gegenteil. Was folgt ist eine stark profilierte, an das Allgäu erinnernde Landschaft mit würzigen Auf und Ab. Dann macht sich erstmal finsterer Nadelwald breit, wieder ausgestattet mit die Schenkel aussaugenden Rampen.  Nachdem ich mich an der Hubertusquelle gütlich getan habe kommen noch ein paar etwas kürzere Aufschwünge und schwubdiwubs findet man sich am Ausgangspunkt wieder.

Auch wenn der heutige Lauf optisch kaum an den Frühling erinnert sind die Zeichen des Lebens doch allgegenwärtig. Seien es die kleinen Blümlein am Wegrand, die ersten austreibenden Blättlein oder der Froschlaich in den Tümpeln.

 

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