Bei Döpshofen ums Schwarzachtal

Hügellauf um Döpshofen

Ein verwirrendes Spiel treibt der Winter heute. Ich schaue an mir runter und sehe eine kurze Hose. Ich lausche in den Wald und höre die Vögel singen. Sonnenstrahlen und blauer Himmel, es hat 12°C. Man könnte also fast in Frühlingsgefühle verfallen. Aber es ist Anfang Februar, und Anfang Februar weiß man, dass der Winter eigentlich noch nicht vorbei sein kann. Weil ja fast noch Hochwinter ist. Also am besten den Tag genießen wie er ist und mit winterlichen Rückschlägen rechnen.

Mit dem Genuss ist aufgrund der Ausgangsbedingungen nicht schwer. Plätscherndes Wasser verrät einen auf Rückzug befindlichen Eispanzer. Der sich nun seit gut einem Monat über das Land gelegt und geht so langsam auf die Nerven. Vor allem wenn er eisig und sulzig wird. Außerhalb der Wälder, in besonnten Bereichen ist zwar alles schneefrei, doch meine Laufstrecken sind abwechslungsreich, verlaufen durch Wälder, über Hügel, durch Senken und Täler. Und da können sich Eis und Schnee noch gut halten.

Wie das aussieht? Nun ja, man könnte sagen wie eine Schnittschuhbahn. Zumindest abschnittsweise. Also echt jetzt, da könnte man wirklich Schlittschuhlaufen. Ganz ernsthaft. Wenn man nicht ganz dicht ist kann man auch Laufen, aber nur mit Spikes oder Schneeketten. Erstere habe ich glücklicherweise unter den Sohlen. Denn sonst wäre an Laufen auf dieser Strecke heute, ohne Witz, so ganz und gar nicht zu denken.

Der Outdoorindustrie und meinen Spikes zum Dank kann ich mich entsprechend auf den vollen Vor-Vorfrühlings-Genuss besinnen. Meine Form meint es trotz der anspruchsvollen Verhältnisse und giftigen Strecke gut mit mir, so dass ich insgesamt sagen kann: fluffige Nummer. Klar, auf dem Eis, im sulzigen und weichen Schnee ist die Laufbewegung nie so rund wie sie soll und daher alles anstrengender. Aber das sind eben die Bedingungen außerhalb der Komfortzone die am Schluss das Salz in der Suppe sind.

2 Kommentare zu „Bei Döpshofen ums Schwarzachtal

  1. Ich finde diese Läufe auch ganz cool, mit so wechselndem Untergrund und immer der Wechsel zwischen Winter und Frühling. Da kann man sich einerseits schon wieder richtig auf die wärmere Jahreszeit freuen bis man an der nächsten Ecke wieder in den tiefsten Winter zurück versetzt wird. Langweilig wird es bei solchen Läufen gewiss nie!

  2. Das ist so n Untergrund zum Laufen den ich so garnicht mag. Auch mit Spikes. Dieser Matsch der manchmal bis zum Nacken hochspritzt und nach einer gewissen Zeit das Wasser an den Füßen. Nee, nee, wenn ich es raussuchen darf wähle ich lieber was anderes. Darf ich aber nicht, also geht’s da trotzdem raus 🙂

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